Workshop

S 11 / Making Sense of Each Other

Claire Cunningham, Jess Curtis

Im Rahmen von Sommer Tanz 2015 / Open Spaces#2-2015

Wie schauen wir einander an? Wie erlauben wir uns selbst, gesehen zu werden? In welcher Weise beeinflussen unsere Bewegungen und Körperlichkeiten die Art, wie wir die Welt um uns herum wahrnehmen? Können wir lernen, über Unterschiede hinaus neu wahrzunehmen?
Die Choreografen Jess Curtis und Claire Cunningham untersuchen zusammen mit den Teilnehmern Themen und Ideen aus ihrer neusten künstlerischen Zusammenarbeit, die Bewegung, unsere Eigenwahrnehmung und die Wahrnehmung unserer Umwelt erforscht. Wir lassen uns von der Zusammenarbeit mit Dr Alva Noë inspirieren, dessen Philosophie suggeriert, dass Wahrnehmung eine Aktivität ist, die nicht nur unser Gehirn, sondern unseren gesamten Körper betrifft. Wir erforschen durch Bewegung, Sprache, Schreiben, Beobachten, Zuhören und Fühlen, wie Unterschiede – körperlicher Art oder in Lebenserfahrungen – und Diversität unsere Wahrnehmung prägen und verändern können.

Claire Cunningham, Glasgow/UK. Entwickelt Multidisziplinäre Performances. Als einer der renommiertesten und annerkanntesten Britischen Künstlerinnern mit Behinderung, basiert die Arbeit von Cunninham meist in der Untersuchung und Nutzung/Mißbrauch ihrer Krücken, sowie der Erforschung des Potentials ihrer eigenen speziellen Körperlichkeit, mit bewusster Ablehung von traditionellen Tanztechniken (die für nicht-behinderte Körper geschaffen wurde) und dem Versuch sich in einer anderen Ästhetik als ihrer eigenen zu bewegen.  www.clairecunningham.co.uk

 

Jess Curtis, Choreograf, Performer und Dozent in Europa und den USA. Seine künstlerische Praxis zeichnet sich Experiment, Innovation, kritische Auseinandersetzung und Soziale Relevanz aus. Er arbeitet an der Schnittstelle von Bildender Kunst und Popkultur. Mit der Performancegruppe Contraband, dem Kollektiv CORE und der experimentellen Zirkuskompanie Cahin-Caha, Cirque Batard entwickelte und tourte er multidisziplinäre Tanzperformances in den gesamten USA und Europa. Von 1998 bis 1991 leitete er gemeinsam mit Keith Hennessy und Michael Whitson den 848 Community Space. 2000 gründete Curtis seine eigene Company Jess Curtis/Gravity in Berlin und San Francisco. Er erhielt 2011 den Alpert Award für Choreografie und den Homer Avila Award für innovatives Arbeiten in inklusiven Performances. Curtis ist aktiver Akademiker, Aktivist im Bereich Tanz und Performance, unterrichtet in den USA und Europa, war Gastprofessor in den Universitäten Berkeley California und UdK Berlin. Er erhielt MFA Choreography und Ph.D. Titel in Performance Studies an der University of California at Davis. www.jesscurtisgravity.org

 

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Uferstr. 23, 13357 Berlin Level: mit Bewegungserfahrung
Sprache: Englisch
Kosten 180 € ( 150 € * )
* Frühbucherrabatt: Gilt bei Eingang der Gesamtzahlung bis 25.06.2015
Foto: Sven Hagolani