Tanzfabrik
Berlin
Bühne
Bühne

15.05.2025

The Gym of Hope – the movie

Film Premiere
von July Weber , Macarena Fuentes
Im Rahmen von Fold – Spring Break
Tickets
Photo: July Weber
Ort:
NEW FEARS Gallery
Reichenberger Straße 114
10999 Bln
Termine:
Info:
Dauer: 45 Minuten
Tickets: 5€

Beschreibung

Zwischen 2024 und 2025 reisen die Künstler*innen Beer Yingsuwannachai und July Weber vom städtischen Bangkok in die ländliche Region Trat, nahe der kambodschanischen Grenze. Sie beobachten, interviewen und sammeln Bewegungsmaterial für eine choreografische Arbeit rund um das Thema Hoffnung. Dabei verselbstständigen sich ihre Recherchen zu einem kritisch spielerischen Film-Projekt über Hoffnung als körperliche Praxis und Selbstoptimierung. In Zusammenarbeit mit der Musikerin und Videokünstlerin Macarena Fuentes entsteht das Roadmovie „The Gym of Hope“, ein Mix aus Dokumentarfilm, Spielfilm, Musikvideo und freiem Experiment.

Am Beispiel von Fitnessstudios, wirft „The Gym of Hope“ einen genauen Blick auf körperliche Aktivitäten im öffentlichen Raum. Was sind unsere Motivationen, unsere Körper zu trainieren, zu formen und wie werden diese Körper in der Öffentlichkeit präsentiert?

Anhand verschiedener fiktiver Charaktere versuchen Beer Yingsuwannachai und July Weber herauszufinden, was „The Gym of Hope“ sein könnte und wo sie zu finden ist. Dabei stellt sich auch die Frage nach der Veränderung und Beherrschung von Natur und deren oftmals verzerrten Simulation durch Themenparks, Urlaubsorte und andere Touristenattraktionen. Was ist echt und authentisch, was konstruiert und was fake? Und lassen sich diese Begrifflichkeiten überhaupt noch so klar voneinander trennen?

Barrierefreiheit 
Die Gallerie NEW FEARS befindet sich in der Reichenberger Strasse 114 im Erdgeschoss. Die Eingangstür ist 85 cm breit und über drei Treppenstufen erreichbar, es gibt eine Rampe. Die Tür zum Studioraum ist 68 cm breit. Die Toilette ist nicht barrierefrei.

Für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen wird 5 Minuten vor der Vorstellung ein Early Boarding (früher Sitzplatz) angeboten. Bei  Interesse melden Sie sich bitte vorab unter ticket@tanzfabrik-berlin.de an.

Content Note / Sensorische Reize
Der Film ist in Englisch und Thai mit Untertiteln. Es wird an einigen Stellen Nacktheit gezeigt.
Credits
Regie: Macarena Fuentes, July Weber
Darsteller: Beer Yingsuwannachai, July Weber 
Produktion: Punika Rangchaya
Schnitt: Macarena Fuentes, July Weber 
Ton: Macarena Fuentes
 
In Zusammenarbeit mit der Tanzfabrik Berlin. Finanzierung: Goethe Institut internationaler Koproduktionsfonds.
Biografien

July Weber

July Weber (all pronouns) ist Choreograf*in, Performer*in, Kurator*in und Bildhauer*in. An der Schnittstelle von Choreografie und bildender Kunst untersucht July Interaktionen zwischen Körper, Material und Bewegung, geprägt von neomaterialistischen Ansätzen und der Dekonstruktion von Machtverhältnissen zwischen menschlichen und nicht-menschlichen Akteur*innen. Kollision fungiert dabei als zentrales Prinzip – als Moment intensiver Begegnung und Überschneidung von Körpern, Praktiken und Disziplinen. July zeigt Arbeiten international, wurde u. a. mit dem Berliner Kunstpreis ausgezeichnet, zur Tanzplattform eingeladen und gründete NEW FEARS, eine preisgekrönte Galerie für Transdisziplinarität. 

Macarena Fuentes

Macarena Fuentes (sie/ihr) wurde 1986 im Norden Argentiniens geboren und arbeitete nach ihrem Modedesignstudium als Kostümbildnerin an mehreren Filmproduktionen in ihrem Land mit. Im Jahr 2014 begann sie eine Karriere als experimentelle Musikerin und Videokünstlerin. Sie hat Filmmusik für Filme wie „Husek“ von Daniela Segiaro gemacht und arbeitete mit Lucrecia Martel an „Norte Central“ (Premiere auf der Berlinale 2021) als Teil der Besetzung, des Sounds und der Musik. 2022 zog Fuentes nach Europa und begann dort mit verschiedenen Künstler*innen zusammenzuarbeiten. Derzeit lebt sie in Berlin und arbeitet an Kompositionen für Performances wie „Alter Ego“, „Screenshots“ und „7 Trompeten“ von July Weber, die in der Wehrmühle, Hongkong und Tokio präsentiert werden. Mit ihrem Soloprojekt „Makita“ setzt Fuentes ihre Forschungen fort, um ihre eigene Position in der visuellen und musikalischen Kunst zu finden.