Performance-Projekt

A singular multitude

Ayara Hernandez Holz, Felix Marchand

Das Performance-Projekt „ A singular multitude“ basiert auf einer Performance, die in Montevideo/ Uruguay entstanden ist. Daraus hat sich eine Workshop-Methodik entwickelt, welche schon in Chile und in Mexiko angewendet wurde. „ A singular multitude“ möchte die Position der Tänzerin, des Tänzer und Performers innerhalb einer Gruppe verstehen und gleichzeitig stärken. Eine choreogra-fische Struktur während des Tanzes wahrzunehmen und diese dann durch getroffenen Entscheidun-gen zu modulieren ist einer der Hauptmerkmale dieses Workshops. Zentrale Fragen sind: Wie kann man in einer Gruppe sein und doch seine Singularität behalten? Wie kann man kollektive Entschei-dungen treffen ohne seine eigenen Interessen / Wünsche aus dem Augen zu lassen? „A singular multitude“ schlägt eine Gruppe von Einzelpersonen vor, welche nicht eine Masse darstellen, sondern sich eher als eine Gruppe mit verschiedenen Stimmen versteht. Wir werden durch ein erhöhtes Wahrnehmungsvermögen und durch die Intelligenz des Körpers gemeinsame Zielsetzungen teilen, unsere eigenen Regeln verhandeln und kollektive Entscheidungen treffen. Wahrnehmung, Strategien und choreographische Prinzipien sind die Grundgedanken für dieses Performance-Projekt, um den Teilnehmern/Innen Werkzeuge an die Hand zu geben, um in diese mehrschichtige vielschichtigen Ansatz an Tanz/ Performance einzusteigen. Um zu jeder Zeit die choreographische Präsenz aufzuspüren, werden die Teilnehmer/Innen ihre eigenen persönlichen Strategien entfalten und kreieren. Wir werden diese Strategien durch Übungen, angelehnt an verschiedenen Mind-Body-Methoden, ins Bewusstsein bringen.

Kosten: 170 € / red: 150 € / professionelle Tänzer: 130 € / Bewerbung für das Projekt: mueller@tanzfabrik-berlin.de

 

Offenes Training zum Performance-Projekt:

In der offenen Klasse werden wir an Folgendem arbeiten: Wie kann ich mich während des Tanzes neugierig halten? Was macht mein Tanz spannend und aufregend? Wie kann ich den Strom an Informationen, der mich umgibt, in meinen Tanz einfließen lassen? Die Tänzerin/der Tänzer wird ihre/seine eigenen individuellen Zugang zu dem bewegenden Körper im Raum entwickeln. Wir fordern die Teilnehmer/Innen auf ihr mitgebrachtes Wissen anzunehmen und gleichzeitig wollen wir dieses Wissen aufrütteln, um die uns umgebende Umwelt anders wahrzunehmen. Durch Übungen aus verschiedenen Body-Mind-Methoden (Aikido, Alexander-Technik, anatomical functional Release, Tuning score, Improvisation, etc.) und Spielen möchten wir das Bewusstsein zu Raum, Kollegen und zu uns selbst sensibilisieren. Diese erlernten  Fähigkeiten werden es uns ermöglichen den uns umgebenen Strom an Informationen zu lesen, sich zu ihm zu verhalten und stetig Entscheidungen zu treffen. Dieser Strom an Informationen muss von einer funkelnden Sensibilität und einem scharfen Verstand aufgesogen werden, um die vor uns liegende Choreographie auszuüben.

Mo & Mi 18:15- 19:45 / Kosten: 10x Karte: 95 € / red.: 90 € / prof.: 70 €

Uferstr. 23, 13357 Berlin

Mo + Mi 20:00-22:00
+ Sa 16.1.16 | 11:00-15:00 | Kreuzberg-Studio 1 
Showing: 10.2.16 / 21:00