Tanzfabrik
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Elastic Endings

Performance-Projekt mit Victoria McConnell

Der Tod ist die einzige Gewissheit in der menschlichen Existenz. Aber das Ende ist eigentlich ein Anfang: Wir erleben Zeit nur als Folge des Todes, als Wissen um ein Ende. So wie das Licht nicht ohne Schatten wahrgenommen werden kann, so bekommt das Leben durch den Tod einen Sinn in der Zeit. Wir messen die Zeit, wir fühlen sie. Wir sehen sie in Pflanzen, Jahreszeiten und im menschlichen Körper vergehen. Der Verfall wird zum Indikator der Zeit, der Bewegung auf ein Ende zu. In diesem Performance-Projekt ist der Tod der Ausgangspunkt. Wir benutzen ihn, um unsere Erforschung der Zeit und unser Gefühl des Vergehens zu rahmen. Bewegen wir uns durch die Zeit oder bewegt sie sich um uns herum? Die Zeit ist sowohl linear als auch zyklisch. Tick, tock, tick tock: Wir messen sie mit Uhren und in unserem Körper. Anhand von Bewegungsbildern aus der Natur und der Kosmologie spielen wir mit der Zeitmessung, den Haltungen des Verfalls und der Manipulation erfahrener Zeit. Können wir endlose oder unendliche Bewegungen finden? Die Zeit fliegt und steht still, je nach unseren Emotionen. Können wir die Zeit mit unserem Körper verlangsamen oder beschleunigen? Wir spielen mit Improvisation und manipulieren Material aus Victorias Forschung, betrachten die Zeit aus der Sicht von Pflanzen und Menschen und genießen den Schwung des Perspektivwechsels zwischen Mikro- und Makrokosmos. Mit Körper, Stimme, Humor und Sensibilität werden wir recherchieren und dann einen performativen Rahmen für die öffentliche Aufführung des letzten Abends zusammenstellen.
Kosten: 190 € / erm.: 170 € / professionelle Tänzer*innen: 150 € | Anmeldung: mueller@tanzfabrik-berlin.de

Zusätzlich eine Contemporary Klasse mit Victoria McConnell
31.8.-21.10.2020 | Mo & Mi 18:10-19:40

Victorias Klasse für Zeitgenössischen Tanz beginnt mit geführten Improvisationen, um das Bewusstsein für den Atem zu wecken, das Gefühl der Haut zu wecken und das Gehirn und den Körper einzuladen, in den Raum zu kommen. Beim weiteren Aufwärmen fließt die Klasse durch strukturierte Übungen, um den Kern und die großen Muskelgruppen zu aktivieren, während sie in den Boden hinein und aus dem Boden heraus fließen. Victoria setzt die Improvisation mit der Technik fort und bietet einen Schwerpunkt oder ein Thema an, das in der gesamten Klasse wiederkehrt. Im weiteren Verlauf der Klasse fressen wir den Raum mit Spiralen, Bodenarbeit und Drehungen auf und bewegen uns mit Aufgaben und kurzen Phrasen durch den Raum, um Empfindungen und Details in größere Bewegungen zu integrieren. Die Klasse bringt die verschiedenen Elemente zusammen und führt in der Phrasenarbeit und der Integration von Improvisation oder individuellen Bewegungsqualitäten in die Struktur oder Choreografie, die Victoria anbietet.
Kosten: Einzelstunde 12€, 10er Karte 110€

Victoria McConnell

Die gebürtige Kalifornierin erwarb 2008 einen BFA in Tanz an der Universität Belhaven und arbeitete in Washington und Oregon. Seit 2015 wohnte sie in Deutschland, wo sie in Europa auftritt, lehrt und gemeinsam kreativ ist. Von Berlin aus hat sie mit den Komponisten Katya Sourikova und Adriano Fontana sowie mit den Musikern Joshua Tennent und Livia Rita gearbeitet. Als Tänzerin trat Victoria u. a. für Joachim Schlömer, Tanzkompanie Gervasi, Sara Angius und die Staatsoper Unter den Linden auf. Sie tritt auch vor der Kamera und in der Komödie auf. Von 2009-2015 tanzte sie in Seattle für viele Künstler, darunter Catapult Dance, Ilvs Strauss, Alana O Rogers Dance Company und Coriolis Dance Collective. Seit 2018 kuratiert sie Veranstaltungen über das ada Studio in Berlin. Während ihres Zeit in Seattle war sie 2013 und 2014 Koproduzentin von Tanzveranstaltungen der Abbey Arts.
31.8.-21.10.2020
Mo + Mi 20:00 - 22:00
Showing: 21.10.2020 / 21:00
Anmeldung für das Projekt: mueller@tanzfabrik-berlin.de
Phone: 030.786 58 61

ab 31.8.