Tanzfabrik
Berlin
Schule
Schule

26.07.2025—27.07.2025

The Body as a Laboratory of Feelings, Fears and Limits

Workshop
mit collective 三 (3)
Ort:
Kreuzberg 3
Möckernstr. 68
10965 Berlin
Termine:
Info:
Level: offen
in englischer Sprache
Preis: 130/110€*   

Beschreibung

In diesem zweitägigen Workshop werden wir den Körper als eine Ressource betrachteten, den es zu entfalten gilt - einen interdisziplinären Raum schaffen, in dem das Ahnen, das Gesellschaftliche und das Persönliche zusammenkommt. Durch Bewegung und performative Gesten erforschen wir, was in unseren Körpern steckt: Gefühle, Ängste, Wünsche, Erinnerungen, Verletzlichkeiten und Grenzen. Gemeinsam werden wir unsere Körper in Labore der Empfindung und Reflexion verwandeln und versuchen, ein neues körperliches Vokabular zu entwickeln. Durch eine Kombination aus somatischen Übungen, Körperwahrnehmungspraktiken, Performance-Partituren und Tagebuchführung werden die Teilnehmer*innen zu einem tiefen und aufmerksamen Hören auf ihre inneren Landschaften angeleitet. Wir werden uns auf sanfte und auch radikale Untersuchungen einlassen, um die wahrgenommenen Grenzen unseres Körpers zu erweitern und uns auf neue Ausdrucksmöglichkeiten zuzubewegen. Die Teilnehmer*innen, die sich in ihrer Praxis mit Bewegung und Performance beschäftigen, werden ermutigt, ihre laufende Forschung während des Workshops fortzusetzen. Der Workshop ist offen für alle, die unabhängig von ihrer Bewegungserfahrung das Unbekannte spüren, ausdrücken und experimentieren wollen. 
Biografien

collective 三 (3)

"Kollektiv 三 (3) "ist ein multidisziplinäres, internationales Trio bestehend aus: Jasmin Schaitl (AT), Akemi Nagao (JP/DE) und William "Bilwa" Costa (US).
Die drei Künstler kollaborieren seit Februar 2013 in unterschiedlichen Konstellationen miteinander. Als Trio begann ihre Zusammenarbeit mit einem Research im März 2014 in Tanzfabrik, Berlin. Ihr Debut, mit der Performance *movement-sound-action *fand in EchoBücher, Berlin statt.

Akemi Nagao (JP/DE) ist eine in Berlin lebende japanische Tänzerin und Choreografin. Mit dem Tanzen begann sie als Dreijährige, es folgten Ballett, Street Dance, Soul Dance, Capoeira, zeitgenössischer Tanz und Improvisation. Seit 2007 lebt sie als freischaffende Tämzerin in Deutschland und arbeitete u.a. mit Choreografen wie Micha Purucker, Eva Baumann und Louise Wagner. Seit 2013 sie arbeitete als Gast Tänzerin für das Gerhart Hauptmann Theater, Görlitz-Zittau. In Zusammenarbeit mit Ingo Reulecke, Fatou Traore, WillIam „Bilwa“ Costa, Leo Duplex, Yannick Dupont, Louis Evrard, Dietmar Kirstein, Adam Plutz Melbye, Jasmin Schaitl, Michael Tuttle und viele weiteren Künstlern performte sie Instant composition in Berlin, Brüssel, Wien und Japan. Sie trat u.a. auf im Radialsystem V Berlin, auf der Ruhr Triennale Essen, dem Folkwang Museum Essen, im Theater Hebbel am Ufer/Berlin, den Sophiensaele Berlin und dem Kunstfest in Weimar. 2012 hat sie eine Förderung von Bremerhaven für das Stück „A Step“ bekommen und wurde im April 2014 als Gastkünstlerin an die Universität für angewandte Kunst in Wien eingeladen.
William “Bilwa” Costa (US) ist als Künstler, Performer, Kurator, Organisator und Lehrer, in Performance, Performing Arts, Sound Art, und bildender Kunst, auf internationalem Niveau tätig. Improvisation und Kollaboration sind essentielle Elemente seiner Tätigkeit. Er organisiert Performance- und Research Projekte sowie Labs, für und mit Künstlern, um einen interdisziplinären Austausch zu fördern. Seine musikalische Praxis beinhaltet elektro-akustische Improvisation (Solo und Ensemble) sowie Komposition. Bilwa performt, leitet Workshops, unterrichtet und organisiert in Nord Amerika, Europa und Australien.
Jasmin Schaitl (AT) ist Performancekünsterin mit einem abgeschlossenen Studium an der Universität für angewandte Kunst, Wien. In ihrer Diplomarbeit analysierte sie das Thema der Repräsentation von Performance Kunst. Daher beschäftigt sie sich insbesondere mit skulpturalen Aspekten, die während und nach einer Performance sichtbar werden. In ihren Langzeitperformances, legt sie ihre Hauptaugenmerk auf die individuelle Wahrnehmung des Zeitverstreichens und unterstützt diese durch Repetition und slow-motion Handlungen. Anstatt mit Narrativen zu arbeiten, reduziert sie ihre Aktionen auf die notwendige Essenz und Einfachheit bestimmter Bewegungsabläufe. Jasmin Schaitls Repertoire reicht von Solo Performances, über transdisziplinäre Kollaborationen, Duo-Performances, Workshops über Ausstellungen bis hin zur Kuration von Performance Serien in Europa, Zentral Amerika und Brasilien.