Tanzfabrik
Berlin
Schule
Schule

21.07.2025—25.07.2025

GET PHYSICAL PROCESS

Workshop
mit Ricardo de Paula
Ort:
Kreuzberg 1
Möckernstr. 68
10965 Berlin
Termine:
Info:
Level: mit Bewegungserfahrung + Mittelstufe
in englischer Sprache
Preis: 240/210€*  

Beschreibung

The Get Physical Process wurde von dem Tänzer und Choreographen Ricardo de Paula entwickelt. Diese Praxis vereint Elemente des zeitgenössischen Tanzes, der Capoeira Angola, der Body-Mind-Centering und der Kontaktimprovisation. Im Get Physical Process verschmelzen diese unterschiedlichen Bewegungsprinzipien und Körpervorstellungen zu einer kraftvollen Methode, die nach der Kraft und Sensibilität der einzelnen Körper sucht, die sich in Bewegung treffen. Wir übernehmen Verantwortung für den Körper - in seinen Gewichtsverlagerungen und in seiner Bewegungsarbeit sowie an der Bereitschaft des Körpers - seiner Fähigkeit, auf jede Situation geschickt zu reagieren. Wir suchen nach Stabilität und Ausrichtung im Körper, insbesondere der Wirbelsäule, und lernen, der Körpermitte zu vertrauen und sie zu stärken, um stark und doch hochsensibel, intensiv präsent und doch zart in der Begegnung zu werden. Das Ziel ist es, Erfahrungen zu schaffen und die Verbindung zwischen den Tänzer*innen zu betonen sowie das sensorische Bewusstsein durch den Austausch zwischen Einzelnen und der Gruppe zu verbessern, um Vertrauen und kollektive Stärke aufzubauen. 
Biografien

Ricardo de Paula

Ricardo de Paula wurde in Belo Horizonte, Brasilien, geboren und ist freischaffender Tänzer, Performer und Choreograf. 1987 begann er seine Tanzlaufbahn mit Unterricht in Jazz und Klassischem Ballett im Harmonia Studio de Dança, Belo Horizonte. Als professioneller Tänzer hat er seit 1989 in verschiedenen Compagnien getanzt, wie z.B. Grupo Corpo mit Rodrigo Pederneiras (Brasilien), Zikzira Physical Theater (Brasilien) und Staatstheater Kassel. Seit 2003 lebt Ricardo de Paula in Berlin, wo er mit den Choreografen Sasha Waltz, Christoph Winkler, Constanza Macras, Sommer Ulrickson und Felix Ruckert gearbeitet hat. Seit 2005 entwickelt er Solostücke sowie Installationen/Performances im Grenzbereich zur bildenden Kunst und seit 2006 eigene Produktionen mit der Grupo Oito, die zu Gastspielen in der Türkei und Frankreich eingeladen wurde. In zwei Projekten im öffentlichen Raum mit Jugendlichen unterschiedlicher kultureller Herkunft beschäftigte sich Ricardo de Paula mit Thema Alltagsrassismus (2008 und 2009). 2012 erhielt er das Tanzstipendium der Berliner Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten. Er unterrichtet die von ihm entwickelte Körperarbeit „Get Physical Process“ in Kursen und Trainings für professionelle Tänzer. Am Ballhaus Naunynstraße zeigte er u.a. das Stück Sight (Grupo Oito) sowie seine Solo-Arbeit Shoot First im Rahmen des Festival Black Lux – Ein Heimatfest aus Schwarzen Perspektiven.