Dieser Workshop eröffnet ein Spielfeld improvisatorischer Scores, in dem die Beziehungen im Zentrum stehen, die unser Tanzen formen. Welche Verbindungen lässt unser Tanz sichtbar werden? Was erzählt unser Tanz über das Gewebe, in das wir eingeflochten sind? Während wir in dieser dunklen Jahreszeit zusammenkommen, entsteht ein besonderer Raum: Wir begegnen uns als Gruppe– nicht um aus dem Einzelnen heraus zu agieren, sondern um aus dem Dazwischen zu schöpfen, aus der lebendigen Dynamik zwischen uns. Dazu dienen langsame, meditative Übungen aus der craniosacralen Körperarbeit, die unsere Wahrnehmung schärfen und ein tiefes Gefühl von körperlicher und energetischer Verbundenheit fördern. Improvisationsaufgaben und -spiele öffnen neue Möglichkeiten, uns tänzerisch aufeinander sowie auf Raum, Zeit, Rhythmus und Musikalität zu beziehen. Schließlich zerlegen, verdrehen und überschreiben wir diese Aufgaben und Prinzipen, bis sich daraus neue tänzerische Strukturen entwickeln. Die entstehenden Tänze wachsen aus der Dynamik dieser spezifischen Gruppe – aus dem Ort, dem Moment und dem Miteinander. Ziel ist es, gewohnte Vorstellungen von Tanz zu hinterfragen und ein erweitertes Verständnis für Körper, Bewegung und Choreografie zu erschließen.