Tanzfabrik
Berlin
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Uferstudios 13
Badstr. 41A, Uferstr. 23
13357 Berlin
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Photo: Robbie Sweeny

S06 / Watch Me Watch You

Workshop mit Claire Cunningham, Jess Curtis / Gravity († 11.03.2024)
Im Rahmen von Sommer Tanz 2016

Der Akt der Performance ist ein interaktives Netz aus Zuschauen, Zuhören, Fühlen und gegenseitigem Wahrnehmen. Wir arbeiten mit den einfachsten Bausteinen von Erfahrungen, nehmen Empfindungen, Impulse, Gedanken und Erinnerungen auseinander, um zwischen ihnen mehr Raum für performative Momente zu schaffen. Die Choreografen Jess Curtis und Claire Cunningham untersuchen zusammen mit den Teilnehmern Themen und Ideen aus ihrer neuesten künstlerischen Zusammenarbeit, die Bewegung, unsere Eigenwahrnehmung und die Wahrnehmung unserer Umwelt erforscht. Wir lassen uns von der Zusammenarbeit mit Dr. Alva Noë inspirieren, dessen Philosophie suggeriert, dass Wahrnehmung eine Aktivität ist, die nicht nur unser Gehirn, sondern unseren gesamten Körper betrifft. Wir erforschen durch Bewegung, Sprache, Schreiben, Beobachten, Zuhören und Fühlen, wie Unter-schiede – körperlicher Art oder in Lebenserfahrungen – und Diversität unsere Wahrnehmung prägen und verändern können.

Der Workshop ist nicht nur für Tänzer, sondern auch für Menschen, die mit dem Körper in Ihrer Performance-Praxis arbeiten. Das Material ist zugänglich für Menschen mit verschiedensten Körperlichkeiten.

Im Rahmen von Open Spaces#2-2016 zeigen Claire Cunningham und Jess Curtis Ausschnitte aus der Performance "The Way You Look (at Me) Tonight".
Ein Gespräch mit Alva Noë findet am 14. Juli statt.

Claire Cunningham

Claire Cunningham ist Performerin mit Sitz in Glasgow, Schottland und entwickelt multidisziplinäre Performances . Als einer der renommiertesten und anerkanntesten britischen Künstlerinnen mit Behinderung, basiert ihre Arbeit auf dem Studium und der Nutzung /dem Missbrauch ihrer Krücken sowie der Erforschung des Potenzials ihrer eigenen Körperlichkeit. Dies geht einher mit einem tiefen Interesse an der gelebten Erfahrung von Behinderung und ihren Auswirkungen nicht nur als Choreografin, sondern auch in Bezug auf gesellschaftliche Vorstellungen von Wissen, Wert, Verbindung und gegenseitiger Abhängigkeit. www.clairecunningham.co.uk

Jess Curtis / Gravity († 11.03.2024)

Jess Curtis starb unerwartet am Montag, den 11. März 2024 in San Francisco. 

Gravity kreiert außergewöhnlich einnehmende, körperbasierte Kunst, die sich mit Themen und Ideen auseinandersetzt, die für jeden, der einen Körper hat, relevant sind. Das Ensemble wurde im Jahr 2000 von dem Choreografen und Regisseur Jess Curtis gegründet. Curtis´ Arbeit ist beeinflusst von den Extremen der Lagerhaus-Performances in der Underground-Szene San Franciscos in den 1980er Jahren mit ikonischen Ensembles wie Contraband und CORE, genauso wie durch die Ausgelassenheit französischer Zirkusensembles wie Compagnie Cahin-Caha und einer Raffinesse, wie man sie an Staatstheatern in Berlin, London, Glasgow und anderen großen Kulturzentren findet. Gravitys innovative, zugängliche und experimentelle Arbeit befasst sich immer wieder mit Fragen der körperlichen Vielfalt, einschließlich Geschlecht, Sexualität und Behinderung.

Level: Bewegungserfahrung
in englischer Sprache
Rollstuhlzugängliches Studio