Workshop

Lab 2: Remembering the Future of Diversity in Dance – ausgebucht

Adam Benjamin, Jess Curtis, Jo Parkes, Michael Turinsky

Im Rahmen von Open Spaces/Sommer Tanz 2018

Die Künstler-Dozenten Adam Benjamin, Michael Turinsky, Jess Curtis und Jo Parkes bieten verschiedene Formate zum praxisorientierten Austausch an, um sich gemeinsam eine nicht allzu ferne Zukunft der körperlichen Vielfalt im Tanz - in Ausbildung, Choreografischer Praxis und im Kuratieren - vorzustellen, und diese dann zurück ins Heute zu denken. Das Lab findet im Rahmen des 40-jährigen Geburtstags der Tanzfabrik Berlin und der Open Spaces / Sommer Tanz Programme statt, in Ko-operation mit der Initiative tanzfähig und dem Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz Berlin (HZT).

Wir bitten jede/n Teilnehmer/in sich uns in kurzen Worten vorzustellen und die Motivation zur Teilnahme zu beschreiben. Bitte fügen Sie diese Information Ihrer Online-Registrierung unter "Notiz" hinzu. Das Lab ist kostenlos, aber die Anzahl der Teilnehmer ist begrenzt. 

Open Studio 18.7. 17:00 - Uferstudio 11

Adam Benjamin (UK) ist ein preisgekrönter Choreograf und ein National Teaching Fellow. Er war Mitbegründer der CandoCo Dance Company und ein Pionier des integrierten Tanzes, Autor des Textes “Making a Entrance. Theorie und Praxis für behinderte und nicht behinderte Tänzer*innen“ (Routledge 2002). Er gründete die Tshwaragano Dance Company, die erste südafrikanische Tanzkompanie, die inklusiv arbeitet, sowohl im Sinne von behindert und nicht behindert, als auch Tänzer*innen aus allen gesellschaftlichen Gruppen. In jüngerer Zeit half er dabei, die erste professionelle inklusive Company in Japan aufzubauen: Company-Kyo. Während seiner Zeit an der Universität von Plymouth half er beim Bau des vollständig zugänglichen Theaters „The House“ - heute Sitz der „Integrated Dance Summer School“. Als Performer war er Gründungsmitglied von 5 Men Dancing und unterrichtete und performte unter anderem mit Russell Maliphant, Kirstie Simson, Jordi Cortés und Gabriele Reuter. www.adambenjamin.de

Jess Curtis, Choreograf, Performer und Dozent in Europa und den USA. Seine künstlerische Praxis zeichnet sich Experiment, Innovation, kritische Auseinandersetzung und Soziale Relevanz aus. Er arbeitet an der Schnittstelle von Bildender Kunst und Popkultur. Mit der Performancegruppe Contraband, dem Kollektiv CORE und der experimentellen Zirkuskompanie Cahin-Caha, Cirque Batard entwickelte und tourte er multidisziplinäre Tanzperformances in den gesamten USA und Europa. Von 1998 bis 1991 leitete er gemeinsam mit Keith Hennessy und Michael Whitson den 848 Community Space. 2000 gründete Curtis seine eigene Company Jess Curtis/Gravity in Berlin und San Francisco. Er erhielt 2011 den Alpert Award für Choreografie und den Homer Avila Award für innovatives Arbeiten in inklusiven Performances. Curtis ist aktiver Akademiker, Aktivist im Bereich Tanz und Performance, unterrichtet in den USA und Europa, war Gastprofessor in den Universitäten Berkeley California und UdK Berlin. Er erhielt MFA Choreography und Ph.D. Titel in Performance Studies an der University of California at Davis. www.jesscurtisgravity.org

 

Jo Parkes ist freiberufliche Tanzkünstlerin/Regisseurin (D/UK). Sie kreiert partizipative Stücke: Installationen, Performance für den öffentlichen Raum und für Video. Jo ist Gründerin und künstlerische Leiterin von Mobile Dance e.V. Mobile Dance arbeitet sozial engagiert mit ko-kreative Prozessen, oft mit Menschen mit erschwerten Zugang zu partizipativem künstlerischen Schaffen, unter anderem in der internationale Videoreihe „Postcards from…" (2009 - 2017) und seit 2014 JUNCTION, ein Programm von Tanz- und Videoworkshops in fünf Unterkünften für geflüchtete Menschen in Berlin. Jo wird als Gastdozentin in Community Dance international angefragt, z.B. DOCH, Universität Bern, UdK, HZT. 1995 erhielt Jo ein Fulbright Stipendium, um ihren Master-Abschluss in Choreografie an der University of California (UCLA) zu machen. Sie erwarb einen Abschluss (First Class) in Englische Literatur und Deutsch an der Universität von Oxford. Sie gewann im Jahr 2002 den Bonnie Bird Award New Choreografie. 2009 erhielt das Projekt „Postcards from Berlin“ die Kinder zum Olymp-Auszeichnung. In 2016, erhielt sie ein Stipendium von der Berliner Senat. In 2017, würde das Stück "On Tradition: die junge Generation" zu Tanztreffen der Jugend eingeladen. www.mobile-dance.com www.joparkes.com

Michael Turinsky lebt und arbeitet als Choreograf, Performer und Theoretiker in Wien. Sein Interesse gilt zum einen der eingehenden Auseinandersetzung mit der spezifischen Phänomenologie des als „behindert“ markierten Körpers, und zum anderen der rigorosen Auseinandersetzung mit Diskursen rund um die produktive Spannung zwischen Politik und Ästhetik. Zwischen 1998 und 2005 studierte er Philosophie an der Universität Wien. Als Performer kollaborierte er u.a. mit Bert Gstettner, Barbara Kraus, Legitimate Bodies/Robin Dingemans/Mick Bryson und Doris Uhlich ("Ravemachine"). Zu seinen wichtigsten choreografischen Arbeiten zählen “heteronomous male”(2012), “my body, your pleasure” (2014), sowie seine letzten Arbeiten "Second Skin - turn the beat around" und "Second Skin - Master of Ceremony" (beide 2016). Seine Kollaboration mit Doris Uhlich „Ravemachine“ erhielt 2017 den Nestroy-Spezialpreis. Michael Turinsky hielt Vorträge und Workshops u.a. an den Universitäten Linz und Salzburg, an der College Art Association in New York, am Tanzquartier Wien sowie beim Impulstanz-Festival und veröffentlichte in unterschiedlichen Fachzeitschriften und Journalen. www.michaelturinsky.org

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Uferstr. 23, 13357 Berlin

Kostenfrei
Kurzes Motivationsschreiben erforderlich

photo: Omi Toshihiro