Performance-Projekt

Desire - on Intimacy in Process and Performance

David Bloom

Der Großteil der sozialen Interaktion zwischen Menschen bewegt sich in einer Zone der Höflichkeit, und vermeidet einerseits sowohl wahre Intimität, als auch andererseits offene Konflikte. Kunst - und der Prozess des Kunstschaffens - kann Grenzen in Frage stellen, Normen transzendieren, und Muster transparent machen. In diesem Performance-Projekt werden wir von innen nach außen arbeiten, beginnend von somatischen Ansätzen, und hin zu Improvisations-Scores, die aus der Artikulation von Begehren und Grenzen entstehen. Wir werden Impulse erkunden, die in uns selbst, zwischen uns und anderen, und zwischen der Gruppe und dem Raum selbst entstehen. Wir werden mit dem Begriff "Authentizität" spielen. Wir werden Choreographie entstehen lassen, die sowohl aktiv als auch empfangend ist. Es handelt sich auch um eine Recherche zum Thema Transparenz, was Beziehungen der Macht, von Gender, des Begehrens, der Anziehung und Abstoßung im Rahmen künstlerischer Projekte angeht. Wir hinterfragen den Mythos des “Projekts” als Paralleluniversum, in dem nichts, was passiert, Konsequenzen im “richtigen Leben” hat - und die Grenzen der Beteiligten daher andere sind. Der Workshop schlägt einen ganzheitlichen Ansatz an das Kunstschaffen vor, der sich sowohl aus unseren persönlichen, gesellschaftlichen und politischen Realitäten speist, als auch auf sie einwirkt.

Kosten: 180 € / erm.: 160 € / professionelle Tänzer: 140 € | Bewerbung für das Projekt: mueller@tanzfabrik-berlin.de

Additionally you can join the contemporary class: PLEASURE - eine zeitgenössische Technikklasse Was bedeutet es, etwas gemeinsam mit unseren Körpern zu unternehmen? Was kann man aus einer Tanzklasse ziehen, wie aus sonst keiner anderen Erfahrung? Und was bedeutet die “Technik” des zeitgenössischen Tanzes, seitdem alles erlaubt ist? In den letzten paar Jahren habe ich mich intensiv mit somatischen Bewegungsansätzen auseinandergesetzt. Diese Klasse ist ein Versuch, diesen selbsterkundenden und potenziell heilsamen Prozess mit der externen Struktur einer zeitgenössischen Tanztechnikklasse zusammenzuführen. Ich glaube, daß es möglich ist, auch bei der Ausführung von gesetzten Übungen und Sequenzen ein verkörpertes Bewusstsein zu bewahren, und daß diese Verbindung dem performenden Körper eine große Bandbreite an Optionen bietet. Tanz und Choreographie nicht nur als Handlung, sondern auch als Vorgang des Empfangens, Beobachtens, Zuhörens. Freude kann ein Weg sein, “Schritte” wahrlich zu verkörpern. Die Klasse beginnt mit der somatischen Wahrnehmung des Körpers und lenkt das Bewusstsein dann auf das Raum-Zeit-Kontinuum, durch das wir uns bewegen, mit einer Kombination aus Improvisationsstrukturen, technischen “Übungen” und gesetzten Sequenzen. Ich finde auch den Gedanken, “eine Klasse zu besuchen”, an sich sehr interessant. Was bedeutet es, in dieses Studio zu gehen, und mit welcher Intention tut man das? Wir werden die individuelle Gruppendynamik jedes einzelnen Tages dazu nutzen, eine einzigartige Erfahrung und eine freudige Praxis miteinander zu teilen. Das, was man regelmäßig praktiziert, ist das, worin man besser wird, und wenn man praktiziert, den Tanz zu genießen, wird die Freude daran zunehmen.

Mo & Mi 18:15-19:45 | Kosten: Für Performance-Projekt-Teilnehmer*innen: 110 € für die Trainingsperiode während des Performance-Projekts / Für alle anderen: 10x Karte: 100 € / erm.: 90 € / prof.: 75 €

Uferstr. 23, 13357 Berlin

Mo + Mi 20:00-22:00
Showing: 19.12.2018 / 21:00
Anmeldung für das Projekt: mueller@tanzfabrik-berlin.de
Phone 030.786 58 61

Photo: Anne-Mareike Hess