Tanzfabrik
Berlin
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Wedding 16
Badstr. 41A, Uferstr. 23
13357 Berlin
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Foto: Rachel de Joode

Soon you are theirs

Performance mit Angela Schubot, Jared Gradinger

Das in Berlin und international über die Tanzszene hinaus bekannte Duo Schubot/Gradinger hat in den vergangenen fünf Jahren eine ganz eigene, markante Ästhetik und Bewegungssprache entwickelt. Mit extremer Physikalität und Radikalität, gleichzeitig aber in fragilen Situationen höchster Intimität kreisen ihre Arbeiten immer wieder um die Frage: Wie kann man zusammen existieren? Allen Stücken gemeinsam ist das Thema der Entgrenzung des Körpers. Der Remix entstand als Schlusspunkt ihrer jüngst im HAU Hebbel am Ufer präsentierten Retrospektive. Schubot/Gradinger experimentieren mit dem Material der erfolgreichen Duette „is maybe“, „what they are instead of“ und „i hope you die soon“ und vereinen es zu einer neuen Arbeit. Die Künstler bieten es gleich einem Opfer dar: Ein Geschenk an das Publikum, das selbst zum Teil des Rituals wird. Im Gestus der gegenseitigen Hingabe entstehen neue Räume aus Klang, Zeit und Körpern.

Eine Produktion von Jared Gradinger & Angela SchubotIn Zusammenarbeit mit HAU Hebbel am Ufer. Gefördert durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten.

Angela Schubot

Angela Schubot ist Künstlerin, Choreografin und Tänzerin. Sie gründete 2000 zusammen mit Martin Clausen TWO FISH und erarbeitete in den zehn Jahren ihres Bestehens sechzehn Stücke in unterschiedlichen Konstellationen: internationale Besetzungen von Tänzern und Schauspielern, Kollaborationen wie Regiearbeiten, Soloarbeiten und Gruppenstücke, die in Deutschland und international gezeigt wurden. 2004 erhielt Angela Schubot ein Impulstanz-Stipendium im Tanzquartier Wien. Sie arbeitete u.a. mit dem Theatercombinat Wien, Constanza Macras/Dorky Park, Rosalind Crisp, Benoît Lachambre, Pictoplasma, Andreas Müller und Rahel de Joode. 2009 begann die Zusammenarbeit mit Jared Gradinger: Nach dem Duett What they are instead of, das national und international erfolgreich tourte, kam im Juni 2011 die zweite Arbeit is maybe am Hebbel am Ufer zur Premiere. 2011 tanzte sie das Stück Soft Target von Margret Sara Gudjonsdottir bei der Tanzoffensive in Leipzig, eine produktive Zusammenarbeit, die in dem Projekt Variations on Closer 2012 ihre Fortsetzung fand. Neben ihren regelmäßigen Kollaborationspartnern Martin Clausen und Jared Gradinger ist sie zutiefst beeinflusst von Rosalind Crisp und Benoît Lachambre. Angela Schubot unterrichtet u.a. an der Justus-Liebig-Universiät Gießen und war Dozentin im Rahmen des Symposiums Open Architecture an der TU Dresden unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Gunter Henn.

Jared Gradinger

Jared Gradinger ist Performer, Regisseur und Kurator und lebt seit 2002 in Berlin. 2011 wurde er vom Magazin Tanz zum Performer des Jahres gewählt. Er gehört zu den Gründern von Constanza Macras/Dorky Park und war an allen Produktionen von Mir 3 (2002) bis Brickland (2007) beteiligt. 
Er pflegt enge Beziehungen zu Pictoplasma (Contemporary Character Design), für die er 2006 Get into Character im Haus der Berliner Festspiele auf die Bühne brachte, mit Angela Schubot beim Pictopia Festival am Haus der Kulturen der Welt das Stück What they are instead of schuf und in der Volksbühne die Missing Link Show (2011) choreografiert.
2008 begann eine Zusammenarbeit mit Les Grandes Traversées in Bordeaux, wo er How Do You Are, ein 48-Stunden-Festival mit zeitgenössischer Kunst kuratierte. Dafür kamen über 60 internationale KünstlerInnen verschiedener Sparten zusammen und zeigten ihre Arbeiten bei CAPC, Base Sous Marine und Gallery Cortex Athletico. Im Juli 2009 eröffnete er den zweiten Teil des Festivals How Do You Are Beach in Royan und umliegenden Städten, im Dezember 2009 den dritten Teil How Do You Are: There Goes The Neighborhood, einen zeitgenössischen Kunst-Parcours, wieder in Bordeaux. 2009 begann die Zusammenarbeit mit Jeremy Wade, aus der das Solo There is no end to more hervorging. 
In Berlin arbeitet Jared Gradinger u.a. am HAU Hebbel am Ufer, den Sophiensaelen und dem Ballhaus Ost und war 2012 Residenzkünstler im REMEDY Room. Seine Zusammenarbeit mit Angela Schubot findet eine stetige Fortsetzung in Form von Stücken, Werkstätten etc. Jared Gradinger hat u.a. mit William Forsythe, Michel Laub, Margret Sara Gudjonsdottir, John Zorn, Hanayo, Nir De Volff/Total Brutal, Ami Garmon, Discoteka Flaming Star, Mark Jenkins, Masagon, Paul Notzold/txtual healing, Jill Emerson, Rahel Savoldelli und Mark Levine zusammengearbeitet. Seine Videoarbeiten sind in Kanada, Israel, Südkorea und Europa gezeigt worden.