Tanzfabrik
Berlin
Bühne
Bühne
Image: Philip Ingman

Unrest

Open Spaces X radialsystem · Filmische Adaption der Bühnenfassung/Film adaptation of the stage version von Sergiu Matis
Im Rahmen von Open Spaces – Making It Happen #2

Einen Trailer zur  Performance finden Sie ↪  hier.

Eine Verflechtung von antiken sumerischen, griechischen und römischen Epen verstrickt die Protagonist*innen von UNREST in einer rastlosen Suche nach Antworten auf die Turbulenzen, die Umbrüche und den Ausnahmezustand, die das einundzwanzigste Jahrhundert überschatten. Heimgesucht von diesen Mythen der Antike - in denen Landschaften, Tiere und weibliche Körper von "heroischen" Männern auf der Suche nach dem Sinn des Lebens und der Unsterblichkeit beherrscht werden - besingen die Performer*innen weder die alten noch die neuen Götter, noch verherrlichen sie die Helden der frühen Zivilisationen. Stattdessen durchforsten sie Schichten archäologischer Überreste und tauchen in riesige Meere fragmentierter und kompromittierter Daten ein, um Endzeitvorhersagen, die ältesten überlieferten schriftlichen Geschichten und einige der ersten Aufzeichnungen über Katastrophen, Naturzerstörung und soziale Unruhen aufzurufen und zu rezitieren.

Jahrtausendealte Verse werden durch eine ökofeministische Linse betrachtet und in Gesten und Tanz übersetzt. Relikte werden zu Fleisch und Knochen und lassen eine körperliche Transkription entstehen, die darauf abzielt, die Grundlagen des westlichen Denkens zu reflektieren. UNREST bringt alte Dämonen zurück, die uns helfen, uns unseren wachsenden Ängsten vor einer ungewissen Zukunft zu stellen. Es wirft Fragen darüber auf, welche Vergangenheiten die Gegenwart prägen, und widersetzt sich und rebelliert gegen die dominanten Erzählungen der Geschichte.

Im radialsystem entstand eine filmische Adaption der Bühnenfassung, die jetzt als Uraufführung online gezeigt wird.

Sergiu Matis

Sergiu Matiş, geboren in Cluj-Napoca, Rumänien, begann seine berufliche Karriere am Tanztheater Nürnberg. Er lebt seit 2008 in Berlin und arbeitet mit Choreografen wie Colette Sadler, Yossi Berg, Philip Bergmann, Daniel Kok und Jee-Ae Lim zusammen. Er tanzt und arbeitet in mehreren Choreografien von Sasha Waltz & Guests (Dialoge: Neues Museum und MAXXI, Continu, Matsukaze und Sacre). Im Jahr 2014 absolvierte er sein Masterstudium Solo/Dance/Authorship (SODA) bei HZT Berlin und erhielt ein Stipendium der Deutschen Akademischen Stiftung. Seine Choreografien (Human Nature, Landing, ThreeDoors, Suche, 89. Grenzenlos, Ending-Dong, Doom Room, Duet, Keep it real, Expliziter Inhalt) wurden international in radialsystem/Berlin, Kinitiras Studio/Athen, eXplore Dance Festival/Bukarest, Europäisches Festival für darstellende Kunst Timişoara/Rumänien, Internationales Festival dance.movement.theatre Gheorgheni/Rumänien, Das Nationale Tanzzentrum in Bukarest, Hebbel am Ufer Berlin, Antistatisches Festival/Sofia und Impulstanz Wien.
Den Link zum Video und zu den Tickets finden Sie ↪  hier.
Verfügbar ab dem 17.06.21 / 19:00 durchgängig  bis 23.06.21 / 23:00.
Tickets: 10€/erm. 5€, Supporter Tickets: 15€-25€
Die Live-Performance ist für Tourneen verfügbar.
Konzept, Choreography: Sergiu Matis | von und mit Lisa Densem, Manon Parent, Maria Walser, Martin Hansen, Moo Kim | Dramaturgie: Mila Pavićević | Musik: AGF (Antye Greie), Manon Parent | Instrumente gebaut vonEmma Juliard / Bühne: Dan Lancea | Kostüme: Philip Ingman | Licht: Emma Juliard | Technische Leitung, Sound: Andrea Parolin |  Regie, Schnitt: Zé de Paiva & Kathleen Kunath | Kamera Assistentin: Luna Marie Zscharnt | Choreografischer Assistent: Orlando Rodriguez | Production: Giulia Messia
Funded by Hauptstadtkulturfonds Berlin | koproduziert und präsentiert von der Tanzfabrik Berlin. Diese Produktion und Aufführung wird unterstützt durch apap - Feminist Futures, kofinanziert durch das Creative Europe Programme der European Union und durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa des Landes Berlin, Radial Stiftung, Nomad Dance Academy Slovenia.