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Online, durchgängig bis/continuously until 23.06. Bühne
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Videostill: David Bloom

Alles Vergängliche

Video Streaming · Wiederaufnahme von David Bloom
Im Rahmen von Open Spaces – Making It Happen #2

Basically, this was the problem: if art seemed to be talking about things that make the world, then what kinds of things of the world could dance talk about? It did seem to me (when I started choreographing in the late 1980s) that dance did have some problems with its capacity to say. For instance, dance had this eternal flailing, all the time agitating one's arms, and that did not seem to say anything. At least to me, it said nothing; it did not explain a single thing about the world. Therefore the questions: what can dance say? And what can I say with dance? And how can I make it say more?
Vera Mantero, 2009

Everything is gonna be just fine. 
Everyone you love is gonna die.

Amanda Palmer, The Ride, 2019


Ein Interview mit David Bloom finden Sie ↪  hier.

In unserem Zeitalter täglicher Transformationen unbegreiflichen Ausmaßes wirkt der tanzende menschliche Körper immer ein wenig machtlos. Es mutet seltsam an, jemandem auf der Bühne beim Wedeln der Arme zuzuschauen, in Anbetracht aller anderen Geschehnisse. Das Soloprojekt „Alles Vergängliche“ ist die Bemühung eines Tänzers, die Welt zu verschlingen, indem er sich mit zwei weiteren Versuchen auseinandersetzt, das Universum in einem einzigen Setting zu manifestieren: Die 8. Sinfonie Gustav Mahlers, die, wie Mahler selbst sagte, darauf zielt, alles zu umfassen; und tägliche Nachrichtensendungen, die manche Geschichten anderen vorziehen, um ein angeblich möglichst komplettes Bild von dem zu vermitteln, was in der Welt an diesem Tag passiert ist. Das ist genauso wenig realistisch, wie ein Solo auf Mahler zu tanzen, aber David greift auf seine Erfahrungen als Musiker, Tänzer, und jüdischer Mystiker zurück und erkundet, welche generative Kraft, wenn überhaupt, dem menschlichen Körper innewohnt, im Angesicht der täglichen Konfrontation mit “Allem”. 

David Bloom

David Bloom ist Choreograf, Tänzer, Dozent, Vater, Filmemacher, Pianist, Bodyworker, fermentierender jüdischer Mystiker und Teesammler. Absolvent der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt/Main und des M.A. Choreographie am HZT Berlin, sowie des Urban Tantra Professional Training Program bei Barbara Carellas. Er war Mitglied des Tanzensembles am Staatstheater Darmstadt, und arbeitete als Tänzer u.A. an Projekten von Tino Sehgal, Marco Santi, Nir de Volff/Total Brutal, Micha Purucker, Ingo Reulecke & Lukas Matthaei, Canan Erek, Friederike Plafki, Barbara Bess, Felix Ruckert, Akemi Nagao und Martin Nachbar mit.
Seine Tanzfilmtrilogie Sex & Space hatte beim Berlin Porn Film Festival Premiere und wurde international gescreent. Seine Choreographie war auch bei der Serie “Open Spaces” der Tanzfabrik Berlin, im Dock11 Berlin, beim La Fête du Slip in Lausanne und beim Stockholm Dance Film Festival zu sehen. David war 2012 danceWEB-Stipendiat und unterrichtete u.A. am HZT Berlin, Tanzquartier Wien, Tanzfabrik Berlin, Human Architecture Lab in St. Petersburg, K3 Zentrum für Choreographie in Hamburg, dem M.A. Contemporary Dance Education in Frankfurt, STRETCH Festival Berlin, Body IQ Festival Berlin, Rietveld Academie for Fine Arts & Design in Amsterdam, & dem ImPulsTanz Festival in Wien. In den letzten Jahren dreht sich seine Arbeit um Fragen des Begehrens, der Intimität, Grenzen, Machtbeziehungen, Consent, und Gruppendynamiken. Weitere Interessen sind Kreuzbestäubung, Freude, Raum, zelluläre Strukturen, der Verdauungsapparat, Fermentation, Sauerteig, Schönheit, Atem, Zeit, Spirit, Zeit und Transformation. davidbloom.info
Den Link zum Video finden Sie ↪  hier.
Verfügbar ab dem 10.06.21 / 19:00 durchgängig bis 23.06.21 / 23:00.
Kostenlos
Choreografie, Performance, Sound: David Bloom |  Komposition: Gustav Mahler (1860-1911) | Video: Walter Bickmann / tanzforumberlin.de | Unterstützt durch die Tanzfabrik Berlin.