In diesem Projekt erforschen wir rhythmische Vielfalt, kollektive Impulse und unterschiedliche Formen des Miteinanders durch verkörperte Vorstellungskraft. Rhythmus wird dabei zu einer Technologie des Überlebens, des Widerstands und der Imagination – zu einem lebendigen Terrain, auf dem Gemeinschaft immer wieder neu verhandelt wird. Durch Atem, Vibration, Fußarbeit und die Beziehung zur Schwerkraft werden die Teilnehmenden eingeladen, Impulse, Resonanzen und Interaktionen zu aktivieren, die zwischen individuellen und kollektiven Körpern wechseln, und eine Ökologie des Rhythmus als lebendige Architektur erforschen. Ausgehend von Release, Flying Low, House Footwork und lateinamerikanischen Tänzen eröffnet das Projekt einen Raum für gemeinsames Komponieren und für vielfältige Wege des Bewegens und Zusammenseins. Geführte Bewegungsrecherchen, Atem- und Fußübungen, Koordinationsaufgaben sowie musikalische Erkundungen fördern ein differenziertes, heterogenes Rhythmusgefühl. Movement Invitations betont relationale Komposition und Interdependenz und kultiviert Präsenz, Aufmerksamkeit und Neugier in der Suche nach neuen Formen des Bewegens und Miteinanders.
Zusätzlich findet die Klasse Rhythm Lab - Training in motion mit Beatriz Silva Aranda statt vom 16.02.– 25.03.2026 | Mo & Mi 18:15-19:45
Diese Tanzklasse bietet ein umfassendes Training, das Kraft, Kondition, Koordination im Stehen und am Boden, Atmung und Körperbewusstsein miteinander verbindet. Im Fokus stehen technische Prinzipien wie die Verbindung von Schulterblatt und Körpermitte, Ferse und Becken, Gelenkigkeit und Energiefluss. Gleichzeitig werden Zeit, Wiederholung und Schwerkraft als aktive Bewegungspartnerin erforscht. Durch die Verbindung von zeitgenössischen Techniken, Release, Flying Low sowie von House und lateinamerikanischen Tänzen inspirierter Fußarbeit eröffnen geführte Improvisationen und Bewegungsforschungsaufgaben Räume zur Erforschung von Assoziation und Dissoziation, individuellem und kollektivem Puls, Stille und Synkopen. Partner- und Gruppenübungen fördern gemeinsames Regulieren, Feedback und gegenseitige Inspiration. Die Klasse balanciert bewusstes technisches Training mit offener Recherche und Bewegungssequenzen und versteht sich als Labor, in dem geschwitzt, gelauscht, umgelernt, gespielt und das persönliche wie kollektive Bewegungsvokabular erweitert wird.