In jedem von uns schlummern verborgene Subtexte. Bewegungen, Tänze, Worte, Geschichten, Lieder, die erst noch entdeckt und geteilt werden müssen. Welche Geschichten, von deren Existenz wir nichts wussten, entfalten sich vor unseren Augen und unter unserer Haut, während wir unseren Körper wahrnehmen und uns bewegen? Wie können wir sie erfassen, ohne ihre zarten Schmetterlingsflügel zu zerbrechen? Dieses Projekt ist eine experimentelle Baustelle, auf der wir die endlosen Rückkopplungsschleifen zwischen dem improvisierenden, wahrnehmenden Körper und dem Gebrauch von Worten untersuchen. Sowohl auf individueller als auch auf Gruppenebene. Wann und wo findet der Wechsel zwischen Schauspieler*in, Zuschauer*in und Autor*in statt; oder kann man all das gleichzeitig sein? Im Laufe der Probenwochen werden Parents Bewegungs-, Gesangs- und Schreibpartituren zu den Fäden eines Netzes, das durch den Raum und zwischen den Autor*innen/Darsteller*innen gewebt wird – eine kollektive Skulptur, die etwas offenbart, von dem wir nicht wussten, dass es erzählt werden wollte.
Zusätzlich findet eine Contemporary Klasse mit Manon Parent statt 01.06.–08.07.2026 | Mo & Mi 18:15-19:45
In diesem offenen Kurs vermittelt Manon Parent Methoden, die es ihr ermöglichen, ihre Tätigkeit als interdisziplinäre Performerin aufrechtzuerhalten. Der Kurs umfasst körperliches Konditionstraining, somatische Wahrnehmung, räumliche Körperwahrnehmung und Stimmübungen. All dies zielt auf eine harmonischere Beziehung zwischen Körper und Geist und damit auf eine „Bereitschaft“ für das Unbekannte ab. Der zweite Teil des Kurses widmet sich der Improvisation – sowohl allein als auch mit anderen. Dabei werden kreative Ressourcen erschlossen und genutzt, während spontan angeleitete Bewegungsaufgaben ausgeführt werden. Gelegentlich können die Kurse auch Partner*innenübungen beinhalten.