Klang und Rhythmus beginnen im Körper. Er ist unser erstes Instrument, durch den wir Klang und Rhythmus hören, spüren und verkörpern. Als Tänzer*innen vertiefen und erweitern wir unser Empfinden für Textur sowie für rhythmisches und musikalisches Timing, indem wir Fluss und Akzentuierung beim Entwickeln von Tanzphrasen, Sequenzen und Stücken präzisieren. Durch Berührung entfaltet sich ein waches, spielerisches Feld aus Aktion, Bewegung, Fluss und Groove. Intuition und Imagination werden zu treibenden Kräften, während Gegenwärtigkeit und Komposition aufeinandertreffen. In diesem lebendigen Raum entstehen choreografische Konstellationen, die sich im Moment entwickeln, verändern und sichtbar werden. Die Arbeit mit Live-Musik vertieft die kinästhetische Verbindung zwischen Bewegung, Geste und Klang. Gemeinsam mit Roy Carroll (elektroakustische Medien) tauchen wir in den letzten beiden Workshoptagen in ein unmittelbares, intensives Zusammenspiel von Live-Sound/Musik und Tanz ein. Der Workshop richtet sich an Movers, Tänzerinnen, Musikerinnen und Performerinnen, die die physische Dynamik der Instant Composition erforschen und ihre kreative Praxis erweitern möchten. Bewegungserfahrung ist erforderlich.