Tanzfabrik
Berlin
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Wedding 14
Badstr. 41A, Uferstr. 23
13357 Berlin
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Photo: Sven Hagolani

The way you look (at me) tonight

Performance mit Claire Cunningham, Jess Curtis

Wie sehen wir einander an? Wie erlauben wir uns gesehen zu werden? Wie bestimmen unsere Körper die Art, wie wir die Welt um uns herum wahrnehmen? Können wir lernen über Grenzen der Andersartigkeit hinwegzusehen? "The Way You Look (At Me) Tonight" ist eine soziale Skulptur – eine sinnliche Reise für zwei Performer und Publikum. Tanzend, singend, Geschichten erzählend und Fragen stellend verbinden der internationale Choreograf und Performer Jess Curtis und die anerkannte schottische Künstlerin Claire Cunningham Performance, Musik und Videokunst um mit wichtigen Fragestellungen über unsere Gewohnheiten und Bräuche die Welt und einander wahrzunehmen, (manchmal wortwörtlich) zu ringen. In Zusammenarbeit mit dem renommierten Autor und Wahrnehmungsphilosophen Alva Noë, Videokünstler Yoann Trellu, Komponist Matthias Herrmann und Dramaturg Luke Pell zeigen sie eine fortgeschrittene Recherche für ein abendfüllendes Duett, das auf ihre eigene Weise einander zu sehen rückschließt – als Mann und Frau unterschiedlichen Alters, unterschiedlicher Körperhaftigkeit und Herkunft. 2005 war Jess Curtis der Choreograf, der Cunningham zur Bewegungskunst einlud und ihr den Weg in die Karriere als eigenständige Choreografin ebnete. Ein Jahrzehnt später arbeiten sie wieder zusammen in der Kollaboration "The Way You Look (at me) Tonight".

2.- 6.11. Audiodeskription in englischer Sprache (AD)
Die Audiodeskription ist eine verbale Übertragung der visuellen Elemente: Handlung, Kostüme und Bühnenbild. Während der Aufführungen kann eine aufgezeichnete Datei in englischer Sprache gehört werden. Wir bitten um Anmeldung spätestens einen Tag vor dem Aufführungstermin per E-Mail: produktion@tanzfabrik-berlin.de
Bitte wenden Sie sich an die MitarbeiterInnen des Abenddienstes, um Ihren individuellen Kopfhörer zu bekommen.

3.11. Gebärdensprache (DGS)
Laura Schwengber wird aus dem Englischen ins DGS simultan übertragen.

4.11. Tastführung vor der Aufführung
Die Tastführung lädt blinde oder sehbehinderte Performancebesucher ein, die Bühne vor der Vorstellung zu betreten, den Raum zu entdecken und Requisiten, Kostüme und/oder Performer zu ertasten. Die Tastführung beginnt um 19:30 Uhr und dauert etwa 20 Minuten. Wir bitten um Anmeldung vor dem 2.11. per e-mail: produktion@tanzfabrik-berlin.de

3.+ 5.11. Publikumsgespräche mit Claire Cunningham und Jess Curtis
3.11. Laura Schwengber wird aus dem Englischen ins DGS simultan übertragen.
5.11. Die Teilnehmer des Dance Intensive Programm der Tanzfabrik Berlin werden im Rahmen eines von Silke Bake geleiteten Seminars das Gespräch moderieren.

Behinderten-Begleithunde sind willkommen.
Audioführer sind verfügbar bei Bedarf.

Von und mit Jess Curtis, Claire Cunningham | Philosophische Beratung: Dr. Alva Noë | Dramaturgie: Luke Pell | Komposition: Matthias Herrmann | Video: Yoann Trellu | Ausstattung: Michiel Keuper | Lichtdesign: Chris Copland | Produktion: Nadja Dias | Co-Produktion: Julia Danila, Alec White | Produktion: Jess Curtis/Gravity, Claire Cunningham und Tramway Glasgow | Unterstützt von Unlimited mit Mitteln von Creative Scotland, Tramway Glasgow, New England Foundation for the Arts, San Francisco Arts Commission, The Kenneth Rainin Foundation, The California Arts Council, Fonds Darstellende Künste e.V., Kofinanzierungsfonds der Senatskanzlei für Kulturelle Angelegenheiten.

Claire Cunningham

Claire Cunningham, Glasgow/UK. Entwickelt Multidisziplinäre Performances. Als einer der renommiertesten und annerkanntesten Britischen Künstlerinnern mit Behinderung, basiert die Arbeit von Cunninham meist in der Untersuchung und Nutzung/Mißbrauch ihrer Krücken, sowie der Erforschung des Potentials ihrer eigenen speziellen Körperlichkeit, mit bewusster Ablehung von traditionellen Tanztechniken (die für nicht-behinderte Körper geschaffen wurde) und dem Versuch sich in einer anderen Ästhetik als ihrer eigenen zu bewegen.  www.clairecunningham.co.uk

 

Jess Curtis

Jess Curtis, Choreograf, Performer und Dozent in Europa und den USA. Seine künstlerische Praxis zeichnet sich Experiment, Innovation, kritische Auseinandersetzung und Soziale Relevanz aus. Er arbeitet an der Schnittstelle von Bildender Kunst und Popkultur. Mit der Performancegruppe Contraband, dem Kollektiv CORE und der experimentellen Zirkuskompanie Cahin-Caha, Cirque Batard entwickelte und tourte er multidisziplinäre Tanzperformances in den gesamten USA und Europa. Von 1998 bis 1991 leitete er gemeinsam mit Keith Hennessy und Michael Whitson den 848 Community Space. 2000 gründete Curtis seine eigene Company Jess Curtis/Gravity in Berlin und San Francisco. Er erhielt 2011 den Alpert Award für Choreografie und den Homer Avila Award für innovatives Arbeiten in inklusiven Performances. Curtis ist aktiver Akademiker, Aktivist im Bereich Tanz und Performance, unterrichtet in den USA und Europa, war Gastprofessor in den Universitäten Berkeley California und UdK Berlin. Er erhielt MFA Choreography und Ph.D. Titel in Performance Studies an der University of California at Davis. www.jesscurtisgravity.org
 

Deutschlandpremiere
in englischer Sprache