Tanzfabrik
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Photo: Tobias Lehmann

At close Distance

apap production studio berlin · Premiere mit Christina Ciupke, Ayşe Orhon

Christina Ciupke und Ayse Orhon erforschen die unmögliche Vergangenheit einer physischen Begegnung. Als Ausgangspunkt dient dabei das Duo “kannst du mich umdrehen” aus dem Jahr 2011, in dem Christina Ciupke und Nik Haffner unterschiedliche Aspekte des Aufeinandertreffens zweier Körper und das Ausloten intensiver räumlicher Nähe bearbeiten. In einer Doppelvorstellung zeigen Ciupke und Orhon sowohl das Stück von 2011 als auch ihre aktuelle Auseinandersetzung mit Nähe und Distanz. Zwei sehr unterschiedliche Individuen auf einer Reise durch ihr kinästhetisches Gedächtnis.

Performance: Christina Ciupke, Ayse Orhon | Künstlerische Beratung: Nik Haffner | Outside Eye: Felix Marchand | Licht: Martin Beeretz | Produktionsdramaturgie: Barbara Greiner | Presse/PR: Lilly Schofield | Produktion: A lot of body GbR | Koproduktion: Tanzfabrik Berlin, gefördert von der Senatsverwaltung Kultur und Europa. Im Rahmen von apap - Performing Europe 2016-2020, kofinanziert durch das Creative Europe Programme der EU.

Christina Ciupke

Christina Ciupke lebt als Choreografin und Performerin in Berlin. Ihre Projekte entwickelt sie  mit Künstler*innen aus dem Bereich Tanz und anderen Künsten. Innerhalb dessen entstehen spezifische Räume und Situationen, wo Nähe und Distanz, Intimität, Zeitempfinden und das Zusammensein von Zuschauer*in und Performer*in immer wieder neu verhandelt werden. Intensive Zusammenarbeiten verbinden sie mit den Choreograf*innen Nik Haffner, Mart Kangro, Jasna L. Vinovrški und Ayşe Orhon, dem Komponisten Boris Hauf, dem Dramaturgen Igor Dobričić und dem bildenden Künstler und Performer Darko Dragičević. 2013 erhielt Christina Ciupke einen Master of Arts in Choreografie (AMCh) an der Amsterdam School of the Arts. Von 2016 -2020 war sie mit der Tanzfabrik Berlin als Künstlerin im europäischen Netzwerk apap - advancing performing arts project vertreten.

Ayşe Orhon

Ayşe Orhon ist in Boston geboren und in Istanbul aufgewachsen; sie ist bosnischer Abstammung und arbeitet als Tänzerin und Performerin in Berlin. Orhon ist Absolventin der Artez (HKA, 2001) und dem Master Choreografie-Programm in Amsterdam (AHK), welches sie im Jahr 2013 mit ihrer Recherche "Permeable Manifestations" abschloss. Ayşe Orhon zeigte ihre Arbeiten auf verschiedenen Festivals in Europa, z.B.: Can You Repeat? (2007), hava (2009), ÇOK (2010), folk (2011) und thinging (2013), wobei die Zuschauer*innen schließlich zu den einzigen Akteur*innen der Veranstaltungen wurden. Vor Kurzem hat Orhon zusammen mit Litó Walkey ein Projekt für den Houseclub im HAU (Fearless Listening) geleitet. Im Rahmen von OPEN SPACES gab es bereits eine Zusammenarbeit zwischen Ayşe Orhon und Christina Ciupke (At Close Distance). Orhons choreografische Arbeiten und ihre Lehre sind durch das gemeinsame Interesse an kollektiver Präsenz verbunden sowie durch das Interesse an der Erzeugung einer Störung, sowohl in der Wahrnehmung als auch in der Handlung. Indem Ayşe Orhon mit Bewegung, Klang und Text arbeitet, nähert sie sich den Sphären zwischen Vertrautem und Unbekanntem, zwischen Wissen und Nichtwissen, was ein Gefühl der Expansion von Raum und Zeit erzeugt. Hierdurch werden Grenzen unscharf und die feinen Linien, die eine Entität von der anderen trennen, verblassen.