Tanzfabrik
Berlin
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Photo: Ekmel Ertan

SəS

Performance · Premiere mit Ayşe Orhon

/səs/ ist ein Wort für Klang …

SəS nimmt das Stadium des Präverbalen in den Blick, das Moment vor der Sprache, und spielt mit dessen Grundelementen wie Atem, Lautsegmenten und Pfeifen. Versteht man den Körper als Geografie, erkundet SəS die Territorien des menschlichen Klangs in Bezug auf Bewegung und Blick. Die beiden Bewegungsebenen des Gestischen und des Stimmlichen werden durch einen einzelnen ausführenden Körper überlagert. In diesem rhythmischen Spiel verschmelzen und divergieren die Bewegungen und skizzieren endlose Landschaften.

Konzept, Choreografie, Performance: Ayşe Orhon | Sound: Olivier Renouf | Licht, Bühne: Andreas Harder | Kostüm: Christian Burle | Sound Beratung: Burak Tamer | Künstlerische Beratung Litó Walkey | Recherche: Ayşe Orhon, Nihan Devecioğlu | Produktionsleitung: Imma Scarpato | Eine Produktion von Ayşe Orhon in Koproduktion mit CND Centre national de la danse. Mit der Unterstützung von La Liseuse/George Appaix und besonderem Dank an Caroline Finkel.

Ayşe Orhon

Ayşe Orhon ist in Boston geboren und in Istanbul aufgewachsen; sie ist bosnischer Abstammung und arbeitet als Tänzerin und Performerin in Berlin. Orhon ist Absolventin der Artez (HKA, 2001) und dem Master Choreografie-Programm in Amsterdam (AHK), welches sie im Jahr 2013 mit ihrer Recherche "Permeable Manifestations" abschloss. Ayşe Orhon zeigte ihre Arbeiten auf verschiedenen Festivals in Europa, z.B.: Can You Repeat? (2007), hava (2009), ÇOK (2010), folk (2011) und thinging (2013), wobei die Zuschauer*innen schließlich zu den einzigen Akteur*innen der Veranstaltungen wurden. Vor Kurzem hat Orhon zusammen mit Litó Walkey ein Projekt für den Houseclub im HAU (Fearless Listening) geleitet. Im Rahmen von OPEN SPACES gab es bereits eine Zusammenarbeit zwischen Ayşe Orhon und Christina Ciupke (At Close Distance). Orhons choreografische Arbeiten und ihre Lehre sind durch das gemeinsame Interesse an kollektiver Präsenz verbunden sowie durch das Interesse an der Erzeugung einer Störung, sowohl in der Wahrnehmung als auch in der Handlung. Indem Ayşe Orhon mit Bewegung, Klang und Text arbeitet, nähert sie sich den Sphären zwischen Vertrautem und Unbekanntem, zwischen Wissen und Nichtwissen, was ein Gefühl der Expansion von Raum und Zeit erzeugt. Hierdurch werden Grenzen unscharf und die feinen Linien, die eine Entität von der anderen trennen, verblassen.