Tanzfabrik
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Foto: Eva-Meyer-Keller

Katastrophenkompositionen

Performance mit Eva Meyer-Keller, Sybille Müller

Eine Performance von Kindern für Erwachsene

Seit 2006 betreiben Eva Meyer-Keller und Sybille Müller intuitive Katastrophenforschung und setzen sich mit der kulturellen Vermittlung des Klimawandels auseinander. Durch die Arbeit mit Kindern als Phantasie- und Bastel-Experten, Köchen als Experten für die Zubereitung von Lebensmitteln und Naturwissenschaftlern sind Performances und ein Film entstanden. Im WorkshopKatastrophenkompositionen orchestrieren Kinder von 10 bis 12 Jahren mit Alltagsgegenständen wie Streichhölzern, Zuckerwürfeln, Bohnen und Papier eine Reihe von Katastrophen. Als Komponisten der Katastrophe ihrer Wahl inszenieren sie den Sound von Erdbeben, Flutwellen, Tornados oder schmelzenden Eisbergen. Aus Gesprächen mit den Kindern entsteht ein Text, der ihre Vorstellungen darüber festhält, was eine Katastrophe ist und wie Katastrophen in unseren Medien dargestellt werden. Themen wie Lebensmittelproduktion, Migrationsströme, sich verändernde Landschaften und wie all diese Dinge unsere Kultur und Gesellschaft beeinflussen werden zu einem dichten Geflecht aus Gedankensträngen, in denen die Kinder ihre Visionen unserer Zukunft artikulieren.

Idee & KonzeptEva Meyer-Keller & Sybille Müller 
SoundRico Repotente 
 Eine Produktion derTanznacht Berlin 2014 Gefördert durch den Fachbereich Kunst und Kultur, Bezirksamt Mitte, Bezirkskulturfonds

Eva Meyer-Keller

Eva Meyer-Keller (Deutschland/Schweden, 1972) arbeitet an der Schnittstelle von Darstellender und Bildender Kunst und tritt im Kontext von Festivals, Museen und Theatern weltweit auf. 
Bevor sie in Amsterdam das vierjährige Studium für Tanz und Choreografie an der School for New Dance Development (SNDO) abschloss, studierte sie Fotografie und Bildende Kunst in Berlin (Hdk) und London (Central Saint Martins, Kings College). Sie lebt und arbeitet in Berlin. 
Eva Meyer-Kellers Aktivitäten sind vielseitig: Sie präsentiert auf internationaler Ebene ihre Performances, entwickelt Projekte zusammen mit anderen Künstlern und Gruppen, tanzt für andere Choreografen und realisiert Videoarbeiten. Sie hat mit Uta Eisenreich, Sybille Müller und Kate McIntosh zusammengearbeitet. 
Neben ihrer eigenen Arbeiten war sie an Projekten von Baktruppen, Jérôme Bel und Christine De Smedt/ les Ballets C de la B beteiligt.

Sybille Müller

Sybille Müller bewegt sich als Künstlerin zwischen Performance, Tanzpädagogik und Medientheorie. Sie studierte Tanzpädagogik und Bühnentanz an der Rotterdamse Dansacademie (RDA) und erhielt 2012 ihr Diplom als Kommunikationswirtin an der Universität der Künste Berlin. Durch das Studium der Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation verbinden sich in ihrer Arbeit sowohl medientheoretische als auch choreografische Interessen. Neben Kollaborationen und Projektbeteiligungen als Performerin (Isabelle Schad, Volker März, Martin Nachbar, TWO FISH, deufert+plischke, Colette Sadler u.a.) realisiert sie eigene Arbeiten z.B. Layer#1 (2010) mit Laurent Dailleau, Self-Made (2013) mit Irina Müller und Marcello Silvio Busato. Sybille Müller und Eva Meyer-Keller arbeiten seit 2006 zum Thema Katastrophen. Bauen nach Katastrophen (2009) ist ein Stück mit Kindern für Erwachsene. Der zweiter Teil ist Cooking Catastrophes (2011), in dem verschiedene Aspekte des ersten Projekts wieder auftauchen und von Spezialisten aus andere Bereichen in Szene gesetzt werden. Bei dem Projekt Bauen nach Katastrophen ist die Videoarbeit Von Menschen gemacht (2010) entstanden.