Tanzfabrik
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Foto: Cezary Zacharewicz

Festina Lente – Make haste slowly

Performance mit shifts – art in movement / David Brandstätter & Malgven Gerbes

Festina Lente, lateinisch für „Eile mit Weile“, ist eine Installation, bestehend aus fünf TänzerInnen, die durch das Publikum in Bewegung versetzt wird. Aber wer ist Publikum? Wer ist Akteur? An diesem Abend sind die Grenzen fließend. Die ZuschauerInnen geben den TänzerInnen die Impulse. Setzen sie in Bewegung. Auf den ersten Blick ist es ein einfaches Spiel – doch es enthüllt im Laufe des Abends unseren Umgang mit Erwartungen und Enttäuschungen. Mit Zeit und Raum. Mit großer Leichtigkeit entwickelt Festina Lente seine Dynamik aus dem Augenblick. Das Publikum dirigiert Rhythmus und Fortgang des Geschehens: Manchmal werden Bewegungen einzelner TänzerInnen gesteuert, dann jene der ganzen Gruppe. Mal werden abstrakte Dynamiken beeinflusst, mal der dramaturgische Verlauf des gesamten Stückes. Eine Choreografie voller Überraschungen, in der die Tänzer sich in die Hände der ZuschauerInnen begeben. Oder verfolgen diese ein ganz anderes Ziel?

Choreografie & Konzeption: Malgven GerbesDavid Brandstätter  Tanz & choreografische Mitarbeit: Vidal Bini, Caroline Allaire, I-Fen Lin, Sebastian Kurth, Malgven Gerbes Komposition: Ruth Wiesenfeld  Lichtdesign: Bruno Pocheron  Texte & Dramaturgische Beratung: David Williams
Produktion: shifts art in movement  Produktionsmanagement: Katja Kettner

FESTINA LENTE ist eine Koproduktion von shifts art in movement, dem CCN Le Havre und der Fabrik Potsdam. 
Gefördert durch die Mittel des Hauptstadtkulturfonds Berlin, der DRAG Haute Normandie und der Region Haute Normandie, Le conseil Général de seine Maritime. Mit freundlicher Unterstützung durch: La Compagnie Beau Geste, Le Rive Gauche – Scène conventionnée de St Etienne du Rouvray, Le résau Labaye, Odia Normandie – Office de Diffusion et d’Information Artistique en Haute-Normandie.

shifts – art in movement / David Brandstätter & Malgven Gerbes

Malgven Gerbes studierte Architektur in Paris, arbeitete als Architektin, graduierte in Choreographie in ArtEZ Arnhem in den Niederlanden und gründete „shifs - art in movement“ gemeinsam mit David Brandstätter. Sie arbeitet als Tänzerin und Choreografin im Kreuzungsfeld von Medien, Bewegung, Schrift und Dokumentarvideoarbeit. Darüber hinaus unterrichtete sie Tanz und Choreographie in verschiedenen Universitäten, u. a. im HZT-Berlin, Dartington College of Arts, Korean National University of Arts, ArtEZ Arnhem, dem HZT Berlin.

David Brandstätter studierte Angewandte Musikwissenschaften in Hamburg. Er startete sein Studium der Choreographie in Arnhem am European Dance Development Centre (heute: ArtEZ). Vor Aufnahme seiner Tanzkarriere arbeitete er als professioneller Einrad- und Jonglierkünstler. David Brandstätter unterrichtet darüber hinaus Tanz und Choreographie in verschiedenen Universitäten, unter anderem: HZT Berlin, UdK Berlin, Dartington College of arts, Korean National University of Arts, ArtEZ Arnhem.

Beide zeigten ihre gemeinsame Arbeit in vierzehn Ländern, u. a. in den Sophiensaelen Berlin, der fabrik Potsdam, Tanzfabrik Berlin, DANCE 2010 München, Les Hivernales d‘Avignon, Gdansk Dance Festival, Festival Tours d' Horizons CCN Tours, Festival Pharenheit CCN Le Havre, beim Tanzfestival in Heilbronn, beim Seoul Art Festival in Südkorea, beim Festival Temps d’image in Rumänien, der Tanznacht Berlin und dem Kunstfest Weimar. Sie sind zur Zeit assoziierte Künstler bei du Triangle – Cité de la Danse de Rennes.

shifts- art in movement steht für den Wechsel von einem definierten Zustand in einen anderen und impliziert damit eine Dynamik des Übergangs. Der Name der 2007 gegründeten Künstlergruppe um Malgven Gerbes und David Brandstätter ist bezeichnend für ihre Arbeitsweise. Hinter der Gründung von shifts- art in movement steht die Überzeugung, dass ein ständiges Wechseln der Perspektive, eine Verlagerung des Gleichgewichts, eine Änderung der Ausgangsposition, das Verstellen externer Parameter und das Umschalten zwischen verschiedenen Ansätzen Bedingungen sind für jede ernst- und dauerhafte Auseinandersetzung mit der Kunst, der sie sich verschrieben haben. Die Choreografen Malgven Gerbes und David Brandstätter präsentieren Stücke, welche die Gewissheiten und auch die Ungewissheiten ihrer Arbeit im wahrsten Sinne des Wortes auf den Teppich bringen und zur Diskussion stellen.