Tanzfabrik
Berlin
Bühne
Bühne

13.10.2022—16.10.2022

Omnivore

Performance · Premiere
von July Weber
Im Rahmen von Fold – New Works
Tickets
Photo: Piotr Pietrus
Ort:
Uferstudios 14
Badstr. 41A
Uferstr. 23
13357 Berlin
Termine:
Info:
Dauer: 70 Minuten
Tickets: Pay as you can (10€ / 15€ / 20€ / 25€)
Vorstellung am 13.10. fällt leider aus

Beschreibung

Die Performance «Omnivore» beschäftigt sich mit dem Konzept der Chimäre: ein Begriff, der sich sowohl auf ein mythologisches als auch auf ein wissenschaftliches Phänomen bezieht – ein Mischwesen aus verschiedenen tierischen und menschlichen Körpern. Dabei behandelt die Arbeit Themen, die zunächst als binäre Gegensätze verstanden werden könnten, wie Tier und Mensch, Natur und Stadt, Vertrauen und Angst, Improvisation und Komposition. Die Performer wollen jedoch das gesamte Spektrum zwischen diesen gegensätzlichen Richtungen untersuchen, um mit möglichen Abstufungen zu interagieren, die von Koexistenz bis Überschneidung reichen. Wesentlich dabei ist, dass die Proben im Freien, im Wald, unter Brücken und auf Baustellen stattfanden. Die exponierte Natur dieser öffentlichen Umgebung informierte und formte ihre Körper und die Musik. Durch die Konzentration auf Körperlichkeit, das Ausgesetzt sein und eine damit einhergehende Verletzlichkeit, versucht die Arbeit, einen Ort durchlässiger Unabhängigkeit zu etablieren: Bereiche zu entdecken, in denen wir offen, sensibel und entschlossen zugleich nach außen und nach innen sein können. Schließlich zielt die Arbeit darauf ab, die Implikationen einer Übersetzung der exponierten Outdoor-Erfahrung in den geschützten Rahmen der institutionellen Architektur zu untersuchen – was passiert, wenn diese, von der Umwelt beeinflussten Schwingungen, in eine solche Kodifizierung eintreten und unter dem paranoiden Auge der theatralischen Darstellung aufgeführt werden?

In der Performance «Omnivore» tritt ein Tänzer auf.

Barriere–Freiheit
Wenn ihr Fragen zur Barriere-Freiheit habt, meldet euch gerne bei Juan Harcha per Mail unter: harcha@tanzfabrik-berlin.de oder per Telefon unter: 030-200 592 70.
Credits
Choreografie, Tanz, Bühne, Kostüm: July Weber | Musik, Performance: Fifi x Abortion | Licht: Emilio Cordero Checa | Dramaturgie: Bryana Fritz | Kostüm: Don Aretino, Muyao Zhang
Outside Eye: Ixchel Mendoza Hernandez | Assistent: Luka Mahmuljin Udovičić
Gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa und in Koproduktion mit der Tanzfabrik Berlin.

↪ WEITERE BIOGRAFIEN

Fifi x Abortion spielen zusammen und verschmelzen auf der Suche nach roter Spannung und zartem Glück ihre Gedanken und Körper. Sie schöpfen aus ihren Hintergründen in Hip-Hop, electroacoustic, freier Improvisation, verschiedenen Arten von Tanzmusik, Punk und Metal, um psychedelisch, intensive Klangatmosphären zu schaffen, durch die sie physisch mit anderen Körpern kommunizieren.

Emilio Cordero Checa ist Lichtdesigner, Klangkünstler und Kreativtechniker und widmet sich der Produktion und Gestaltung von Licht-Klang-Installationen und interdisziplinären Performances. Seine Arbeit konzentriert sich auf die Interaktion zwischen Live-Performances und neuen Technologien, die Licht und Ton nutzen, um Mechanik und menschliche Interaktion auf der Bühne zu verbinden. Er hat einen Master-Abschluss mit Auszeichnung in zeitgenössischen, technologischen und darstellenden Künsten von der Universität des Baskenlandes.

Bryana Fritz
ist Choreografin, Tänzerin, Autorin und für «Omnivore» Dramaturgin. Sie arbeitet an der Schnittstelle zwischen Poesie und Performance, oft im Duett mit der Benutzeroberfläche von OS X. Ihre Arbeit wird von einem anhaltenden Interesse an mittelalterlicher Literatur, Fanfiction, Medienwissenschaft und der Geschichte des Analphabetismus gespeist. Sie arbeitet auch mit Henry Andersen unter dem Namen Slow Reading Club zusammen.
Biografien

July Weber

July Weber (all pronouns) ist Choreograf*in, Performer*in, Kurator*in und Bildhauer*in. An der Schnittstelle von Choreografie und bildender Kunst untersucht July Interaktionen zwischen Körper, Material und Bewegung, geprägt von neomaterialistischen Ansätzen und der Dekonstruktion von Machtverhältnissen zwischen menschlichen und nicht-menschlichen Akteur*innen. Kollision fungiert dabei als zentrales Prinzip – als Moment intensiver Begegnung und Überschneidung von Körpern, Praktiken und Disziplinen. July zeigt Arbeiten international, wurde u. a. mit dem Berliner Kunstpreis ausgezeichnet, zur Tanzplattform eingeladen und gründete NEW FEARS, eine preisgekrönte Galerie für Transdisziplinarität.