Tanzfabrik
Berlin
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Photo: CiupkeHaffnerKangro

New Work

Peformance/Premiere von Christina Ciupke, Nik Haffner, Mart Kangro

Die neue Arbeit von Christina Ciupke, Nik Haffner und Mart Kangro kann als eine gedankliche Fortführung ihrer letzten gemeinsamen Arbeit „wait and see“ aus dem Jahr 2012 gelesen werden. Die drei Performer untersuchten in diesem Trio mittels einer intimen physischen und verbalen Auseinandersetzung, wie individuelle Handlungen das Kollektive beeinflussen und Teil dessen werden. Ausgangspunkt ihrer neuen Zusammenarbeit war zunächst die Frage, inwieweit jeder Einzelne ersetzbar ist. Im Verlauf der Recherche hat sich ihr inhaltliches Interesse mehr und mehr auf die Frage verlegt, wie man begreifen kann, was eine Person ausmacht. In einer dialogischen Struktur greifen die drei Performer auf ihr persönliches Archiv zurück - ein Archiv von Erinnerungen, Gedanken und all dem, was eine Person formt und ausmacht. Im gegenseitigen Aktivieren dieses Archivs wird dem kurzen Moment, bevor  der Gedanke sich entfaltet, Raum gegeben: der Moment des Suchens und des Zweifelns. Ein Gedanke, der sich formt und verweilt, wird ein weiteres Mal überdacht, im Jetzt und in der Erinnerung. 

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In englischer Sprache

Performance: Christina Ciupke, Nik Haffner, Mart Kangro | Licht: Mehdi Toutain-Lopez, Emma Juliard | Produktions-leitung: Barbara Greiner | Eine Produktion von Christina Ciupke in Koproduktion mit der Tanzfabrik Berlin, gefördert aus Mitteln des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Senatskanzlei - Kulturelle Angelegenheiten. Mit Unterstützung von Kanuti Gildi SAAL Tallinn und der Botschaft von Estland in Berlin

Christina Ciupke

Christina Ciupke lebt als Choreografin und Performerin in Berlin. Ihre Projekte entwickelt sie  mit Künstler*innen aus dem Bereich Tanz und anderen Künsten. Innerhalb dessen entstehen spezifische Räume und Situationen, wo Nähe und Distanz, Intimität, Zeitempfinden und das Zusammensein von Zuschauer*in und Performer*in immer wieder neu verhandelt werden. Intensive Zusammenarbeiten verbinden sie mit den Choreograf*innen Nik Haffner, Mart Kangro, Jasna L. Vinovrški und Ayşe Orhon, dem Komponisten Boris Hauf, dem Dramaturgen Igor Dobričić und dem bildenden Künstler und Performer Darko Dragičević. 2013 erhielt Christina Ciupke einen Master of Arts in Choreografie (AMCh) an der Amsterdam School of the Arts. Von 2016 -2020 war sie mit der Tanzfabrik Berlin als Künstlerin im europäischen Netzwerk apap - advancing performing arts project vertreten.

Nik Haffner

Prof. Nik Haffner studierte Tanz an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt und an der Australian Ballet School in Melbourne. 1994 kam er als Tänzer zu William Forsythe und dem Ballett Frankfurt. Seit seiner Mitarbeit an der CD-ROM „Improvisation Technologies", arbeitet er regelmäßig mit dem ZKM, dem Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe. Als freier Tänzer und Choreograf kreiert er Arbeiten für Theater, Film und Ausstellungen. Als Gastdozent arbeitet er u.a. für Laban Centre London, PARTS Brüssel, Ohio State University. Seit November 2008 lehrt er am HZT Berlin. Im November 2012 wurde er zum Künstlerischen Direktor des HZT Berlin berufen. n.haffner@hzt-berlin.de

Mart Kangro

Der Perfomer und Choreograf Mart Kangro lebt in Tallinn. Nach seinem Engagement am estnischen National Ballett konzentrierte sich Kangro auf seine eigenen Arbeiten in denen das Detail und die Klarheit der Bewegung im Fokus stehen. Er arbeitet kontinuierlich mit Künstlern wie Thomas Lehmen, Christina Ciupke, dem estnischen Musiker und Soundkünstler Taavi Kerikmäe und der Gruppe Ansambel U: zusammen.

Premiere