Tanzfabrik
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Videostill: »Das Lachen der Antonia Baehr«

Das Lachen der Antonia Baehr

Filmdokumentation · Lecture Performance · Gespräch von Antonia Baehr

In der Filmdokumentation »Das Lachen der Antonia Baehr« rückt die Biologin Silke Kipper den besonderen Wert der Bühne als Ort der Lach-Forschung im gegenseitigen Austausch mit der Künstlerin in den Blick. In der anschließenden Lecture Performance bezieht sich Antonia Baehr auf ihre Performance »Lachen« (2008), in der es der Künstlerin um das Lachen selbst geht. Es geht ihr dabei um das Lachen als eigenständige Ausdrucksform, abgekoppelt von ihren Ursachen – Witzen, Erzählungen, Humor. Antonia Baehr betrachtet die Sache selbst: den Klang und die Form, die Musik, die Choreografie und den Rhythmus und die Geste des Lachens. Komik ist nicht ihr Ziel, aber An- steckung ist eine unvermeidbare Nebenwirkung.

I like to laugh. I laugh often. I am often seen laughing.

Lecture Performance: von und mit Antonia Baehr | Gespräch: Antonia Baehr mit Bettina Knaup | Filmdokumentation: »Das Lachen der Antonia Baehr«, ein Projekt der europäischen Medienwissenschaft in Kooperation mit der fabrik Potsdam mit EMW Studierenden betreut von Prof. Anne Quirynen, Fachhochschule Potsdam/Universität Potsdam | Diese Vorstellung wird unterstützt durch das radialsystem.

Antonia Baehr

Eines Tages machte sich Antonia Baehr, das Haus auf dem Land zurück lassend, als junge Entdeckerin zu Fuß auf, und spielte Puppentheater auf dörflichen Marktplätzen um sich ihr täglich Brot zu verdienen. Nachdem sie studiert und allerlei Dinge gemacht hatte, wurde Antonia Baehr auch noch zu Werner Hirsch, Tänzer und Pferdeflüsterer, welcher Filme machte, welcher ebenso der Produzent des Musikers Henri Fleurs sowie des Komponisten Henry Wilts sowie der Ehemann Henry Wildes ist. Das Unterrichten von jungen Künstler*innen an Kunsthochschulen entzückte sie und derweil erkundete sie in ihren Arbeiten unter anderem die Fiktion des Alltäglichen und des Theaters, oft in Zusammenarbeit mit wechselnden Künstler* innen und wechselnden Partituren. Dann geschah etwas Außergewöhnliches, denn sie wurde in die Beursschouwburg nach Brüssel eingeladen, um drei ganze Monate lang die Dinge zu präsentieren, die Baehr und Hirsch und all ihre anderen Freund*innen zuvor mit ihr erarbeitet hatten. Diese Zeit war wunderbar und es wurde viel gelacht, wie in dem Buch “Rire / Laugh / Lachen”. Und als das vorbei war und das Konfetti davon gefegt war, machte sie sich daran ein neues Buch voller Portraits von Affinitäten in Tiermetaphern, gefüllt mit Bildern, Partituren und Radierungen, zu kreieren, welches dem Stück “Abecedarium Bestiarium” folgte, welches dann in Kolumbien auf Reisen ging. Und auf dem Weg gab es noch mehr: da waren „Larry Peacock”, „My Dog is My Piano”, „For Ida”, „For Faces”, „Merci / Thank you / Danke”, „Rire / Laugh / Lachen” und die Hörstücke und das in keiner bestimmten Reihenfolge, denn die Dinge purzelten einfach so in den Ozean, wo sie „Des miss et des mystères" mit Olivier schrieb, und in der Mitte und fast am Ende dessen tanzte sie Tango, verliebte und entliebte sich, zelebrierte die Malereien ihrer Eltern, und begann einen neuen normalen Tanz mit ihren Freundinnen zu machen, die überhaupt keine Tänzerinnen sind, aber einige von ihnen sind es schon. www.make-up-productions.net

Dauer: 120 Minuten
Eintritt: 9/5€
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