In Zusammenarbeit mit dem ZTB e.V.* und externen Gästen finden im Rahmen des Projekts RESIST! vom 05. März bis 07. Mai wöchentlich „Assemblies“ statt: Immer donnerstagabends** von 17-19 Uhr sind alle Interessierten eingeladen, in Uferstudio 5 zusammenzukommen.
Das Assembly am 23.04. wird von der
Burnout Appreciation Society (BAS) (Burnout Wertschätzungsgesellschaft) organisiert: Ziel der seit 2025 existierenden AG ist es, einen Beitrag zum Thema Burnout in der Kulturarbeit zu leisten und dieses kritisch zu untersuchen. Dabei liegt ihr Fokus auf den darstellenden Künsten, wo Ausbeutung, Prekarität und Hyperproduktivität oftmals normalisiert sind. Zu den aktuellen Formaten der Gruppe gehören AG-Treffen und Lesekreise. Zudem besteht der Wunsch, längerfristig einen Think Thank zu realisieren, der sich mit der Schnittstelle zwischen Tanz und Performancekunst einerseits und psychischer und sozialer Gesundheit andererseits beschäftigt.
Mit dem Format der „Assemblies“ (dt. Versammlungen) möchten wir der freien Szene Raum und Zeit für einen breiteren, kulturpolitischen Austausch bieten. Digitale Verbindungen begünstigen eine schnelle, weitestgehend anonyme und individuelle Meinungsäußerung. Wir setzen auf realen sozialen Zusammenhalt. Mit den „Assemblies“ schaffen wir ein solidarisches Setting, innerhalb dessen live und vor Ort reflektiert und diskutiert werden kann. Wir wollen uns gemeinsam darüber auseinandersetzen, wie wir die Freiheit der Kunst nachhaltig verteidigen können – gegenüber den aktuellen Kürzungen in der Kulturförderung sowie gegenüber der Normalisierung rechter Positionen in der breiten Gesellschaft.
Während jedes Assembly ruft das
Freelance Dance Ensemble Berlin mit einem 10-15minütigen Input alle Tanz- und Kulturschaffenden dazu auf, ihre veränderten Lebensrealitäten sichtbar zu machen. Mehr dazu
hier.
Offizieller Ankündigungstext der AG Burnout Appreciation Society (BAS):
"Was, wenn das Ziel nicht darin besteht, Stress zu eliminieren – sondern mit ihm zu gehen?
Burnout entsteht oft, wenn das Nervensystem nicht mehr zur Ruhe zurückfinden kann und in ständiger Aktivierung gefangen bleibt. Viele Künstler*innen kennen diesen Zyklus, besonders in Bereichen, die von Intensität, Prekarität und hohen Anforderungen geprägt sind.
In diesem Workshop führt die Psychologin, Musikerin und künstlerisch-systemische Therapeutin Heather O’Donnell zentrale Prozesse der Acceptance and Commitment Therapy (ACT) als Weg der Arbeit mit Burnout ein.
Anstatt sich auf die Reduktion von Symptomen zu konzentrieren, untersucht der Workshop, wie man die eigene Beziehung zu Druck und innerer Kritik verschieben kann – während gleichzeitig die Bedingungen, unter denen wir arbeiten, reflektiert werden. Burnout ist kein persönliches Versagen, sondern oft ein Signal von Umgebungen, die schwer dauerhaft zu halten sind.
Durch somatische Check-ins, geführte Reflexion und Austausch üben Teilnehmende, präsent zu bleiben, dem Körper zuzuhören, sich wieder mit Werten zu verbinden und kleine, sinnvolle Schritte hin zu Veränderung zu unternehmen."