Präsentiert im Rahmen des Emerging Change Tanzfestivals in der Tanzfabrik Berlin BÜHNE
Im Rahmen des
Emerging Change Tanzfestivals zeigt
Sointu Pere ein Residenz-Showing in der
Tanzfabrik Berlin BÜHNE, das Fragen von Bewegung, Identität und der Politik des Gesehenwerdens erforscht.
„Diese verkörperte Forschung (embodied research) erforscht Zugehörigkeit durch Bewegung und versteht Identität als etwas Fließendes, das sich kontinuierlich entfaltet. Inspiriert von Social- und Club-Tanzkulturen verbinde ich mich erneut mit den eigenen Ahnenlinien dieser Formen. Ich nähere mich ihnen als kulturelle Räume des soulful groove, der gemeinschaftlichen Sorge (communal care) und verkörperter Überlebensstrategien.
Durch Bewegung freue ich mich darauf, verschiedene somatische Zustände zu erforschen. Mein Interesse gilt der Frage, wie Sinnlichkeit im Körper erfahren wird: Welche Rhythmen und Klänge laden sie ein? Wie kann Langsamkeit Handlungsspielraum (agency) schaffen? Wie können diese inneren Veränderungen emotionale Befreiung ermöglichen?
Die Forschung setzt sich zudem mit den Politiken des Gesehenwerdens auseinander. Ich frage danach, wie Sinnlichkeit und das Einnehmen von Raum zurückerobert werden können, während gleichzeitig die Autorschaft über die eigene Erzählung gewahrt bleibt – und wie Bewegung zu einem Ort werden kann, an dem Zugehörigkeit und Nicht-Zugehörigkeit verhandelt werden. Wie verändert sich Intimität unter dem Blick von außen? Kann Lust/Freude (pleasure) in einem performativen Raum selbstbestimmt bleiben?“
Das vollständige Programm des
Emerging Change Tanzfestivals, das vom
02. bis 22. November 2026 an verschiedenen Orten in Berlin stattfindet, findet ihr
hier