Tanzfabrik
Berlin
Bühne
Bühne

04.03.2019

Studio 13 - The Drifting Pleasure

Performative Begegnung & Talk around the Table
von July Weber , Jeremy Wade
Im Rahmen von Open Spaces!
Ort:
Uferstudios 13
Badstr. 41A
Uferstr. 23
13357 Berlin
Termine:
Info:

Tickets: 5€ inklusive Snack

Beschreibung

Drifting occurs whenever I do not respect the whole, and whenever, by dint of seeming driven about by language's illusions, seductions, and intimidations, like a cork on the waves, I remain motionless, pivoting on the intractable bliss that binds me to the text (to the world).
Roland Barthes, The Pleasure of the Text.

Ein Zitat von Roland Barthes inspiriert die diesjährige Gesprächsreihe Studio 13. Ausgehend von Barthes‘ Lust am Abdriften, begeben wir uns in die unermessliche Weite der Performing Arts. In Gesprächen rund um Themenfelder wie Technologie, Geld und Körperlichkeit machen wir uns auf zu ungewöhnlichen Ufern und entwickeln Visionen für künftige Wege.
Julian Weber und Jeremy Wade, zwei in Berlin lebende Performancekünstler, werden über verschiedene Strategien der Improvisation nachdenken und wie diese in der zeitgenössischen Kunstpraxis eingesetzt werden können. Hierfür wenden die Künstler eine Reihe von Methoden an, die von einer kurzen performative Begegnung bis hin zur Diskussion über ihre individuellen und kollaborativen künstlerischen Praktiken reicht.
Eine weitere Veranstaltung der Gesprächsreihe »Studio 13 - The Drifting Pleasure« im Rahmen von OPEN SPACES! findet am 11.2. statt.

Die Gesprächsreihe STUDIO 13 wurde 2015 von Silke Bake und Jacopo Lanteri initiiert und bietet Berliner Akteur*innen aus dem Umfeld der zeitgenössischen Performing Arts Raum für Austausch über künstlerische Methoden und Arbeitsschwerpunkte. | Konzept 2018/19: Jacopo Lanteri, Kurator/Dramaturg | Produktion: Tanzfabrik Berlin.

Biografien

July Weber

July Weber (all pronouns) ist Choreograf*in, Performer*in, Kurator*in und Bildhauer*in. An der Schnittstelle von Choreografie und bildender Kunst untersucht July Interaktionen zwischen Körper, Material und Bewegung, geprägt von neomaterialistischen Ansätzen und der Dekonstruktion von Machtverhältnissen zwischen menschlichen und nicht-menschlichen Akteur*innen. Kollision fungiert dabei als zentrales Prinzip – als Moment intensiver Begegnung und Überschneidung von Körpern, Praktiken und Disziplinen. July zeigt Arbeiten international, wurde u. a. mit dem Berliner Kunstpreis ausgezeichnet, zur Tanzplattform eingeladen und gründete NEW FEARS, eine preisgekrönte Galerie für Transdisziplinarität. 

Jeremy Wade

Jeremy Wade ist Performer, Choreograf, Kurator und Lehrer. Seine Ausbildung erhielt er an der School for New Dance Development in Amsterdam (Abschluss 2000). 2006 zeigte er seine erste eigene Arbeit „Glory“ am Dance Theater Workshop in New York City, für die er den Bessie Award erhielt. Seitdem lebt und arbeitet Wade in Berlin und arbeitet eng mit dem HAU Hebbel am Ufer zusammen. Zu seinen jüngeren Arbeiten zählen „Dark Material“ (2013) mit der Bildhauerin Monika Grzymala und der Band Xiu Xiu, sowie „Together Forever“ (2014), ein dreistündiges partizipatives Performancefest in Zusammenarbeit mit Jared Gradinger, Liz Rosenfeld, Igor Koruga und Michiel Keuper. 2015 entstand „Death Asshole Rave Video“ und „Drawn Onward“, die beide von Tod, Zombiesubjektivität und dem prekären Körper im fortgeschrittenen Kapitalismus handeln.