Die Arbeit erforscht Care als verkörperte Arbeit und untersucht, wie Sorgearbeit Körper, Identitäten und soziale Beziehungen prägt. Im Zentrum stehen drei Performer*innen, deren Leben künstlerische, pädagogische, administrative und familiäre Verantwortung miteinander verbindet — sichtbar werden dabei Formen von Arbeit, die trotz ihrer Unverzichtbarkeit für das alltägliche Leben weitgehend unsichtbar bleiben. Durch Choreografie, Erzählung und Humor werden die Körper der Performer*innen zu lebendigen Archiven von Fürsorge, Verantwortung und Durchhaltevermögen. Die Arbeit knüpft an eine lange Geschichte von Frauen aus dem ehemaligen Jugoslawien an, die europaweit, insbesondere in Deutschland, als Care-Arbeiterinnen tätig sind, wo migrantische Sorgearbeit nach wie vor ein zentraler, aber oft unterbewerteter Teil des Pflegesystems ist. Damit greift die Arbeit die Themen alternder Gesellschaften, Arbeitskräftemangel und die wachsende Care-Krise in europäischen Gesellschaften auf.