Tanzfabrik
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Photo: Diethild Meier

Delight - Part II

Performance · Premiere von Asaf Aharonson
Im Rahmen von Open Spaces - Herbst

»Delight, Part II«  ist der zweite Teil einer Trilogie, die von dem Gemälde »Der Garten der Lüste« (Hieronymus Bosch, 15. Jh.) inspiriert ist. Im Zuge einer gegenwärtigen Begeisterung für den Tanz – bzw. einer Tanzrenaissance – zielt diese Choreografie darauf ab, verschiedene Dichotomien wie Vergnügen/Schmerz, Raubtier/Beute und Himmel/Hölle zu integrieren. Mit Leichtsinn und Unbeholfenheit begeben sich die Darsteller*innen hinein in die Geschichte von Adam und Eva sowie in alte Nymphen-Mythologien, um eine Ästhetik der Freude zu entwickeln.

To believe that each surrender would bring upon six snakes.

Künstlerische Leitung, Choreografie: Asaf Aharonson | Konzeptuelle Mitarbeit: Maja Zimmermann | Performance: Cécile Bally, Alistair Watts, Louise Trueheart | Musik, Sound: Alicia Grant | Sound: Fjóla Gautadóttir | Kostüme: Ivanka Tramp | Bühnenbild: Yoav Admoni | Lichtdesign: Elliott Cennetoglu | The Voice: Caroline Alexander | Metallarbeiter: Gretchen Blegen und Cajsa Godee | Soundtrack: Frank Ocean, Amelia Hamrick, Fragmente aus dem Musical »Into the Woods«, Sailor J, Florence in the Machine, Alicia Keys | Text: Anne Carson aus »The Gender Of Sound« | Text Support: Layton Lachman | Produktion: Diethild Meier | Unterstützt von der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa, Tanzfabrik Berlin, Dock11 Berlin.

Asaf Aharonson

Leichtigkeit ernst nehmen
In den vergangenen Jahren hat Asaf Bedingungen und Zustand der Konzentration erforscht, die uns in den Modus der Kreativität versetzt. Asaf möchte Methoden der mentalen und physischen Umwege entwickeln –wie kann man eine Arbeit beginnen und Stücke auf Umwegen entwickeln? Dabei versucht Asaf, zufälligen, aber kuratierten Ideen und Momenten einen Sinn zu geben und kohärent mit ihnen umzugehen. Umwege sind Handlungen oder Phänomene, die unser Denken von Logik und Verständlichkeit befreien. Indem man sich in einen Zustand des "neben etwas" versetzt, anstatt sich direkt mit dem Phänomen auseinanderzusetzen, wird ein Flow von Ideen und Bildern freigesetzt, der nicht von einer logischen Schlussfolgerung ausgeht und stattdessen einer verstreuten und sich verzweigenden Logik folgt. Diese Aufmerksamkeitskurve erzeugt eine Verwirrung von Geist und Körper. Dieser Zustand der Verstörung inspiriert Asaf und genau dies ist es, was seine Arbeit anstrebt. 
Asaf Aharonson wurde außerhalb Jerusalems geboren. Er ist Absolvent des BA Tanz und Choreografie des HZT Berlin. Aharonson ist Choreograf, Performer, Tänzer und interdisziplinärer Künstler. Er hat mit Ruairi Donovan, Peter Player, Mia Habib, Hana Lee Erdman, Iris Erez, Tami Lebovits, Arkadie Zidas, Cecile Bally und dem Collectives Breakfast Club und T.E.N.T zusammengearbeitet. Durch seine Praxis möchte Aharonson die gemeinsam mit anderen verbrachte Zeit zum primären Moment für die Entstehung von Material für seine Performances machen. 

Eintritt: 9/5€
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