In Zusammenarbeit mit dem ZTB e.V.* und externen Gästen finden im Rahmen des Projekts RESIST! vom 05. März bis 07. Mai wöchentlich „Assemblies“ statt: Immer donnerstagabends** von 17-19 Uhr sind alle Interessierten eingeladen, in Uferstudio 5 zusammenzukommen.
Das Assembly am 07.05. wird von der
AG Decolonize / Dance veranstaltet: Die AG setzt sich aktiv mit den verschiedenen politischen Krisen und Konflikten in Palästina und Israel auseinander. Zudem beschäftigt sie sich mit den Auswirkungen dieser Konflikte auf das politische Klima in Deutschland, dass sie als zunehmend autoritär einordnet. Sie sammelt Bildungsressourcen und organisiert Lesegruppen, Workshops und andere Lernformate, um Künstler*innen über das aktuelle politische Klima in Deutschland in Bezug auf Israel/Palästina zu informieren.
Mit dem Format der „Assemblies“ (dt. Versammlungen) möchten wir der freien Szene Raum und Zeit für einen breiteren, kulturpolitischen Austausch bieten. Digitale Verbindungen begünstigen eine schnelle, weitestgehend anonyme und individuelle Meinungsäußerung. Wir setzen auf realen sozialen Zusammenhalt. Mit den „Assemblies“ schaffen wir ein solidarisches Setting, innerhalb dessen live und vor Ort reflektiert und diskutiert werden kann. Wir wollen uns gemeinsam darüber auseinandersetzen, wie wir die Freiheit der Kunst nachhaltig verteidigen können – gegenüber den aktuellen Kürzungen in der Kulturförderung sowie gegenüber der Normalisierung rechter Positionen in der breiten Gesellschaft.
Während jedes Assembly ruft das
Freelance Dance Ensemble Berlin mit einem 10-15minütigen Input alle Tanz- und Kulturschaffenden dazu auf, ihre veränderten Lebensrealitäten sichtbar zu machen. Mehr dazu
hier.
Offizieller Ankündigungstext der AG Decolonize / Dance:
„Decolonize / Dance ist eine Arbeitsgruppe, die 2024 gegründet wurde, um repressiven Entwicklungen in Deutschland im Kontext Palästina / Israel entgegenzutreten. Als Tanzschaffende verurteilen wir den Genozid in Gaza und reflektieren kritisch, wie sich das Tanzfeld in Berlin in dieser Zeit verändert hat.
Für dieses Assembly laden wir die Filmdokumentation Protest Under Pressure von Elena Avolio, Noa Élie Monaé und Nora Weise ein – allesamt Studierende der Freien Universität Berlin. Der Film beginnt mit der gewaltsamen Räumung des von Studierenden der Freien Universität Berlin organisierten Protestcamps im Mai 2024 gegen den Genozid in Gaza. Er zeigt die darauffolgenden Ereignisse, darunter mediale Diffamierungskampagnen, Drohungen und rechtliche Konsequenzen sowie Eingriffe in die akademische Freiheit. Stimmen von Studierenden, Aktivist*innen, Professor*innen, Rechtsexpert*innen und Journalist*innen diskutieren die Verantwortung von Universität, Medien und Polizei und hinterfragen politische sowie juristische Maßnahmen.“
Im Anschluss an die Vorführung findet eine offene Diskussion statt.
Filmlänge: 80 Minuten. Sprache: Deutsch & Englisch mit Untertiteln
*Zeitgenössischer Tanz Berlin e.V.