RESIST! Künstler*innen
Makisig Akin (they/them)
Ich bin ein queere*r, transgender philippinische*r Choreograf*in. Ich bin auf den Philippinen aufgewachsen und lebe derzeit in Berlin. Meine Arbeit konzentriert sich auf die Anerkennung intersektionaler Identitäten, die Wiederverbindung mit meinen Vorfahren und die Dezentralisierung westlicher Ideologien im Tanzschaffen. Zusammen mit Anya Cloud habe ich The Love Makers Company gegründet, eine projektbasierte Tanzkompanie. Außerdem bin ich gemeinsam mit Nara Virgens Mitbegründer*in des Emerging Change Tanzfestivals, einem Tanzfestival, das QTBIPoC-Künstler*innen und ihre Kooperationspartner*innen präsentiert und kuratiert. www.makisigakin.com
Kristina Kusmina Dreit
Kristina Kusmina Dreit (sie/ihr), geboren in Kasachstan und tätig zwischen Berlin und Wien, ist eine multidisziplinäre Künstlerin, die in den Bereichen Performance, Installation, Text und Film arbeitet. In ihrer Praxis interessiert sie sich für die Schnittstellen von Körper, Klasse und Materialität und sich verschiebende Wahrnehmungen zwischen dem Unheimlichen und dem Vertrauten. 2024 veröffentlichte sie gemeinsam mit ihrer Schwester Karolina Dreit das Buch Working Class Daughters. talking about class und ist derzeit Fellow bei LIVE WORKS am Centrale Fies in Italien.
Adam Man
Adam Man (er/dey) arbeitet mit Performance, Video und Text. In seinen Arbeiten treten Publikum, Performer*innen und Landschaften in unmittelbare Beziehung. Nähe wird zu künstlerischem Material und die Umgebung zum Erfahrungsraum. Durch Choreografie, Sprache und Video entstehen Live Environments – offene Gefühlsräume, in denen sich eine gemeinsame Sensibilität für die Erde entfalten kann. Adams Arbeiten werden unter anderem in der Tanzfabrik und den Sophiensaelen (Berlin), im brut (Wien), beim Metropolis Festival (Kopenhagen) und im Kunstraum Lakeside (Klagenfurt) gezeigt.
Sergiu Matis
Sergiu Matis (er/ihm) ist ein rumänischer Choreograf, der seit 2008 in Berlin lebt und arbeitet. Seine choreografische Sprache verbindet mit Dringlichkeit und Präzision physische Intensität, konzeptuelle Klarheit und sorgfältige Recherche zu einer unverwechselbaren Handschrift, die das Resonanzverhältnis von Tanz und Gegenwart/en untersucht. Seine Arbeiten wurden europaweit gezeigt, unter anderem bei ImPulsTanz (Wien), im Centre National de la Danse (Paris), im PACT Zollverein (Essen) und im Trafó (Budapest).
Tatiana Mejía
Tatiana Mejía (sie/ihr) ist eine Tänzerin und Choreografin aus der Dominikanischen Republik, die in Berlin lebt. Ihre künstlerische Praxis verwebt afro-diasporische und zeitgenössische Tanzformen mit Musik aus einer dekolonialen Perspektive. Tatiana begreift Bewegung und Klang als lebendige Archive von Erinnerung, Widerstand und Transformation, in denen sich Körper, Stimme und Medien miteinander verweben. Indem ihre Praxis sich durch verkörperte Handlungen bewegt und sich mit Stereotypen sowie kolonialen Narrativen auseinandersetzt, eröffnet sie Räume für Heilung und Neuimagination. Zu Tatianas bisherigen Arbeiten gehören „Kiskeya“, „Gagá“ und „Sway“.
Thiago Rosa (he/him)
Thiago Rosa (er/ihm) arbeitet als Schauspieler, Performer und Dramaturg. Er absolvierte ein Bachelor-Studium in Bildender Kunst und eines in Tanz, Kontext, Choreografie am Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz (HZT). Seine Praxis erstreckt sich über verschiedene Performance-Umgebungen, in denen er sich mit Präsenz, Komposition und der Beziehung zwischen Körper, Raum und Publikum auseinandersetzt. Zu Thiagos Arbeiten gehören „Thiago Rosa“ (2021), ein Solo für das Ballhaus Naunynstraße und „Urban Foragers“ (2024), das er gemeinsam mit Johanna Ryynänen im Rahmen der R.E.D.-Residenz an der Tanzfabrik entwickelte. Darüber hinaus war er Performer bei Grupo Oito für „Carne“ (2024) von Ricardo de Paula.
Jen Rosenblit
Jen Rosenblit (1983, USA, keine Pronomen) schafft Performances rund um Architekturen, Texte, Körper und Ideen, die sich oft mit den der Gemeinschaftsbildung einhergehenden Problematikenbeschäftigen. Rosenblits arbeiten tendieren zum Unheimlichen und suchen nach Wegen des Zusammenseins inmitten (un)bekannter und unmöglicher Widersprüche. Begehren und Sexualität sind wiederkehrende Themen. 2018 war Rosenblit Guggenheim-Stipendiatin, 2014 Preisträgerin des New York Dance and Performance „Bessie” Award und 2023 Artist in Residence bei La Becque (Vevey, CH).
www.jenrosenblit.net
Maria F. Scaroni
Maria F. Scaroni (sie/ihr) ist eine Tanzkünstlerin. Sie entwickelt und interpretiert choreografische Arbeiten, die in improvisatorischen Praktiken und veränderten Bewusstseinszuständen verwurzelt sind. In ihren Workshops lenkt sie postmoderne Tanztraditionen in Richtung Technologien gegenseitiger Ermächtigung und verbindet somatische Praktiken mit Anti-Unterdrückungsansätzen, um eine Kultur der Verbundenheit zu fördern. Seit 2009 arbeitet sie mit Meg Stuart zusammen und tritt in deren Arbeiten auf. Nach dem Kollektiv Lecken, einer erogenen queeren Rave-Veranstaltung, initiiert und betreibt sie das Social Pleasure Center, einen Gemeinschaftsraum für somatischen Post-Aktivismus.Aktuell kollaboriert sie mit der ikonischen Drag-Queen Olympia Bukkakis.
Elvan Tekin
Elvan Tekin (sie/ihr) ist Choreografin, Tänzerin und Kuratorin. Sie wurde in Izmir geboren und lebt heute in Berlin. Im November 2026 wird ihr kommendes Werk „THIS IS NOT THE END“ in den Sophiensaele in Berlin uraufgeführt. Sie hat einen Master-Abschluss in Choreografie vom HZT in Berlin. Elvan organisiert und kuratiert das sich entwickelnde kuratorische Projekt emergent spaces, das queere und trans*feministische Perspektiven in der Diaspora in den Mittelpunkt stellt.
Jasna L. Vinovrški
Jasna L. Vinovrški (sie/ihr) ist Performerin, Choreografin und Dozentin. Sie wuchs in Zagreb, Kroatien, auf und lebt seit 2008 in Berlin. Seit über 18 Jahren leitet sie gemeinsam mit anderen die Kompanie Public in Private und das Studio PIP. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit war sie Mitkuratorin und Organisatorin von Performance-Plattformen wie 3AM, Montag Modus und Flutgraben Performances und engagiert sich seit 2020 aktiv in der Tanzpolitik.
Kasia Wolińska
Kasia Wolińska (sie/ihr) ist Choreografin, Tänzerin und Autorin, geboren in Danzig und lebt in Berlin. Zu ihren eigenen choreografischen Arbeiten gehören „Phoenix.Sun” (2026), „KISS” (2022) und „Salvage” (2021). Seit 2023 leitet sie das multidisziplinäre Forschungsprojekt „Papieżyca”. Kasia betreibt den Blog www.danceisaweapon.com. Ihre Texte wurden unter anderem in e-flux, Palletten, Dialog und in den Büchern Danceolitics oder Choreography Autonomies veröffentlicht. Vorstandsmitglied des ZTB e.V. (2019-23). Derzeit Teil des Kollektivs systering.
July Weber (all pronouns)
July Weber (all pronouns) ist Choreograf*in, Performer*in, Kurator*in und Bildhauer*in. An der Schnittstelle von Choreografie und bildender Kunst untersucht July Interaktionen zwischen Körper, Material und Bewegung, geprägt von neomaterialistischen Ansätzen und der Dekonstruktion von Machtverhältnissen zwischen menschlichen und nicht-menschlichen Akteur*innen. Kollision fungiert dabei als zentrales Prinzip – als Moment intensiver Begegnung und Überschneidung von Körpern, Praktiken und Disziplinen. July zeigt Arbeiten international, wurde u. a. mit dem Berliner Kunstpreis ausgezeichnet, zur Tanzplattform eingeladen und gründete NEW FEARS, eine preisgekrönte Galerie für Transdisziplinarität.
Christina Ciupke
Christina Ciupke (sie/ihr) ist eine in Berlin lebende Choreografin und Performerin. In ihren Arbeiten untersucht sie das fragile Gleichgewicht zwischen dem individuellen Körper und der ihn umgebenden Welt. Sie verwebt Spuren der Vergangenheit mit gegenwärtigen Wahrnehmungen und zukünftigen Vorstellungen. Ausgehend vom kinästhetischen Gedächtnis ihrer choreografischen Praxis setzt sie sich mit zentralen Elementen wie Zeit, Körper, dem Anderen und (Un-)Sichtbarkeit auseinander. Enge Kollaborationen mit anderen Künstler*innen spielen in ihren Arbeiten eine besondere Rolle. Sie hat einen Master-Abschluss in Choreografie von der Universität der Künste in Amsterdam.