Tanzfabrik
Berlin
Bühne
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Reclaiming the live aspect of the Performing Arts in the current times

Wir sind uns bewusst, dass die aktuelle Zeit nahelegt,  im Produktionsprozess innezuhalten und diese Gelegenheit zu nutzen zu reflektieren, nachzudenken, zuzuhören, zu beobachten und eventuell Veränderungen in unserem Leben vorzunehmen. Aber zur gleichen Zeit wissen wir, dass einige Künstler*innen den Drang haben, auf die auf die aktuellen Ereignisse zu reagieren. Seit dem Auftreten der der Korona-Krise haben wir erlebt, wie Künstler+innen ihre Fähigkeiten zeigen, sich schnell an neue Bedingungen anzupassen und ihre Arbeit fortzusetzen, besonders unter Umständen der Unsicherheit.

Auf der einen Seite hat die Verbreitung von verschiedenen Online-Formaten in den darstellenden Künste, Künstler*innenn  erlaubt, ihre Praktiken weiterzuentwickeln und ihre Arbeit mit einem Publikum zu teilen. Auf der anderen Seite gibt es viele Künstler*innen, die sich weigern, diese neue Realität als normal zu akzeptieren und sich mit der Digitalisierung ihrer Praktiken unzufrieden fühlen.

Deshalb möchten wir mit dieser Arbeitsgruppe die Aufmerksamkeit weg von den Online-Formaten lenken, und darauf bestehen, darüber nachzudenken, was in diesen Zeiten die Chancen für Offline-Formate sind, weiter zu existieren. 

Wir schlagen eine 4-wöchige Arbeitsgruppe mit 9 Teilnehmer*innen vor im Zeitraum vom 11.04 - 11.05.2020. Die Teilnehmer*innen werden sich in einem kollektiven Prozess der gegenseitigen Unterstützung ihre individuellen oder kollektiven Experimente entwickeln, Kunstwerke oder Forschungsarbeiten. Während der zwei Wochen sollten sie einen Weg zur Beantwortung der folgenden Frage vorschlagen:
Wie kann man in der aktuellen Situation innerhalb der gegebenen Möglichkeiten darstellende Kunst machen, ohne sich auf das Online-Format zu verlassen. 

Die Teilnehmer entscheiden selbst, wie sie miteinander interagieren oder kommunizieren wollen. Zum Beispiel können E-Mails oder Telefonanrufe helfen, Offline-Treffen einzurichten, um Ideen zu testen oder öffentliche Präsentationen durchzuführen. Die Teilnehmer*innen wurden aufgrund von persönlichen Einladungen ausgewählt, angefangen bei Felix, Diego und Nina. Jeder von ihnen wird eine Person auswählen, die eine andere Person auswählen wird. Die Formate für das Teilen / Zeigen werden NUR live sein, d.h. Offline-Formate.

Das Publikum wird durch persönliche Einladungen von den Teilnehmer*innen der Gruppe ausgewählt und jeder Präsentation  zugewiesen,  je nach Art der Arbeit, manche Künstler brauchen nur eine Person als Publikum, während andere vielleicht mehr benötigen.

↪ Teilnehmer*innen

Urs  Dietrich, Sonia Noya, Oscar Loeser, Jovendelaperla, Kiana Rezvani, Nina Barret Mémy, Diego Agulló, Carlos  Stefeir, Felix Mathias Ott, Jette Büchsenschütz, Rosanna Eescobar und Daniela Medina Poch.